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Abendandacht. — Kommst du nach sechs Monaten einmal nachZnverurie, dann vergiß nicht nach Francie Macraw zu fragen."
Was der Eine so freundlich erbat, das versprach der Andreeben so fest, und nachdem die Freunde mit allen Zeichen ge-genseitiger Achtung Abschied von einander genommen hatten,ging der Diener des Grafen Glenallan nach dem Schlosse sei-nes Herrn zurück, während sich Ochiltree auf seine gewöhnlicheWanderschaft begab.
Es war ein schöner Sommerabend, und die Welt, das heißtder kleine Bezirk, der dem, welcher ihn durchwanderte, Allesin Allem war, lag vor Edie Ochiltree da, um sich ein Nachtquar-tier zu wählen. Als er das minder gastfreundliche Gebiet vonGlenallan verlassen hatte, standen ihm so viel Orte, wo er für denAbend eine Zuflucht finden konnte, offen, daß er in der Wahlschwierig und sogar eigensinnig wurde. Ailie Sim's Schenke lag,an der Straße vor ihm, etwa eine halbe Stunde weit) dort konn-ten aber, weil es Sonnabend war, viel junge Leute beisammensein, und dieser Umstand war ein Hinderniß für jedes gemüthlicheGespräch. Allmählig traten andere Hausväter und Hausmütter,wie man in Schottland die Pächter und ihre Frauen nennt, vorseine Einbildungskraft. Aber der Eine war taub und könnt'ihnnicht hören) ein Anderer war zahnlos und konnte sich nicht ver-ständlich machen; ein Dritter war mürrischer Natur und ein Vier-ter hatt' einen bösen Hofhund. Zu Monkbarns und Knockwinnockwar er einer guten Aufnahme gewiß; aber diese Orte lagenzu fern, um sie heute noch bequem erreichen zu können.
»Ich weiß nicht wie es zugeht," sagte der alte Mann, »aberich bin eigensinniger in der Wahl meines Quartiers, als ich es jezuvor in meinem Leben gewesen bin. Ich glaube, weil ich dortall' die Herrlichkeit gesehn und dabei gefunden habe, daß man ohnesie glücklicher sein kann, bin ich stolzer auf mein eignes Loos ge-iz*