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9 (1851) Der Alterthümler
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Einen guten Tag für Euch, Mütterchen, und noch viel'andre dazu. Zur Aerndte Lenk' ich wieder hier zu sein, undhoff' Euch noch frisch und gesund zu finden."

Bittet, daß Ihr mich in meinem ruhigen Grabe findenmögt," sagte die Alte mit hohler, geisterhafter Stimme, aberohne eine Miene dabei zu verändern.

Ihr seid alt, Mütterchen, und ich bin cs auch; aber wirmüssen uns beide seinem Willen fügen Er wird uns zurrechten Zeit nicht vergessen."

Auch unsre Thaten nicht," sagte die Alte,was der Leibgesündigt hat, wird der Geist verantworten."

Das ist sicherlich wahr; und ich kann mir dies selber wohlzu Herzen nehmen, da ich ein unregelmäßiges und unstetesLeben geführt habe- Aber Ihr wäret immer eine wackere Frau.Wir sind Alle schwach aber Ihr habt doch nicht so viel aufEuch, was Euch niederbeugen könnte."

Weniger, als ich wohl haben könnte aber mehr, o weitmehr, als nöthig wäre, um die stärkste Brigg zu versenken, dieje aus Fairports Hafen segelte! Sagte gestern nicht Je-mand wenigstens ist es mir so aber alte Leute habenschwache Gedanken sagte gestern nicht Jemand, daß Jos-celinde, Gräfin von Glenallan, das Zeitliche verlassen habe?"

Wer das sagte, hat die Wahrheit geredet," antworteteder alte Edie;sie ward gestern bei Fackellicht in St- Ruthbegraben, und ich entsetzte mich als ein Narr, wie ich dieFackeln und die Reiter sah."

Es ist ihre Weise so seit den Tagen des großen Grafen,der bei Harlaw getödtet ward. Sie thaten es, um gleichsamzum Hohne zu zeigen, daß sie nicht sterben und begraben seinwollten, wie andre Sterbliche. Die Weiber des Hauses Glenal-lan klagten nie um den Gatten, nicht um die Schwester und