Zehntes Kapitel.
— — Schüttle du die BeutelDer reichen Aebte; sehe du in FreiheitGesungene SngelSthuler — —
Buch, Glock' und Kerze schreckt mich nimmer ab,Sobald mir Gold und Silber winkt —
Köuig Johann,
Die Nacht ward stürmisch, Wind und Regenschauer tobtendurcheinander. „Ja, ja," sagte der Bettler, als er seinenPlatz auf der trockenen Seite des großen Eichbaums ein-nahm, um seinen Gefährten zu erwarten — „ja, die mensch-liche Natur ist doch ein närrisches, seltsames Ding! — Nichts,als die Aussicht auf großen Gewinn, könnte den Dousters-wivel herausbringen in einem solchen Sturm, um zwölf UhrNachts, wo die Gespenster umgehn! Und bin ich nicht ein nochgrößerer Narr als er, daß ich hier auf ihn warte?"
Nachdem er diese weisen Betrachtungen angestellt, hüllteer sich dicht in seinen Kittel und heftete den Blick auf denMond, wie er zwischen den stürmischen und düstern Wolkenhinging, welche der Wind von Zeit zu Zeit vorüberjagte-Der melancholische, unsichere Mondenschimmer, der zwischen