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9 (1851) Der Alterthümler
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Lovel, der nun wieder auf den Beinen war, lehnte desalten Mannes künstlerischen Beistand ab, begleitete die Wei-gerung aber mit einem Geschenk, welches Caxvn's Kränkungvollkommen versüßte-

's ist recht Schade, daß er sein Haar nicht frisi'ren undpudern läßt," sagte der altmodische Friseur, als er wiedernach der Küche gegangen war, wo er bald unter dem, baldunter jenem Vorwände, drei Theile seiner müßigen Zeit hin-brachte das heißt nämlich, seine ganze Zeit's ist ewigSchade, denn er ist ein so hübscher junger Herr."

Ach geht mir weg, alter Narr," sagte Jenny Rintherout,wollt Ihr sein schönes braunes Haar mit Eurem stinkendenFett einschmieren, damit es dann riecht wie des alten Pfar-rers Perücke? Ihr kommt wegen Eures Frühstücks, nichtwahr? hier, da ist ein Löffel Suppe das wird Euchbesser bekommen, als wenn Ihr Euch in Mr. Lovels Haar mischt.Da würde ja das natürlichste und schönste Haar in ganz Fair-port, Stadt und Vorstadt zusammengenommcn, verdorben."

Der arme Haarkräusler seufzte über den Mißkredit, in denseine Kunst so gänzlich gerathen, aber Jenny war eine zuwichtige Person, um sie durch Widerspruch zu beleidigen; soverdaute er also, ruhig in der Küche sitzend, die Demüthignngund zugleich den Inhalt eines Töpfchens, welches eine schot-tische Pinte dicker Hafermehlsuppe enthielt.

AUcrihümler- I-