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Mein Vater und Großvater hätten ihre Köpfe nicht auf denBlock zu legen brauchen, hätten sie ihre Unternehmungen so gutvorher berechnet. — Warum siehst Du so traurig aus, Varney?"
„Ach, Mylord," sagte Varney mit wohlausgedrückter Lei-denschaft, und nahm dann denselben trostlosen Ausdruck wie-der an, welchen Leicester vorher bemerkt hatte.
„Ach!" wiederholte Leicester, „und warum ach! SirRichard? Liefert Dir Dein neuer ritterlicher Geist keinen kräf-tigeren Ausruf, wenn ein edler Kampf bcvorsteht? oder wenndieses Ach bedeuten soll, daß Du Dich aus dem Kampfe weg-stehlen willst, so magst Du das Schloß verlassen, oder Dichmit meinen Feinden verbinden, sobald Du es für gut hältst "
„Nicht so, Mylord," antwortete sein Vertrauter; „Varneywird an Eurer Seite fechten oder sterben. Verzeiht mir, wennich aus Liebe zu Euch deutlicher, als Euer edles Herz Euchzu thun erlaubt, die Schwierigkeiten bemerke, von denen Ihrumgeben seid. Ihr seid stark und mächtig, Mylord; doch er-laubt mir cs, zu sagen, Ihr seid es nur durch das zurückstrah-lende Licht der königlichen Gunst. So lange Ihr ElisabethsGünstling seid, gleicht Ihr in Allem, außer in dem Namen,einem wirklichen Herrscher. Nimmt sie aber die Euch verlieheneEhre zurück, so würde selbst die Kürbisflasche des Prophetennicht so leicht verwelken. Erklärt Euch gegen die Königin, undich sage nicht,' daß Ihr Euch in der großen Nation, oder indieser Provinz allein plötzlich verlassen und ausgeschlossen fin-den würdet; doch ich sage, daß Ihr selbst in diesem Schlosse,und in der Mitte Eurer Vasallen, Verwandten und Dienstleuteein Gefangener, ja ein verurtheilter Gefangener sein würdet,sollte sie den Wink dazu geben. Denkt an Norfolk, Mylord,— an den mächtigen Northumberland, an den herrlichen West-moreland, — denkt an alle Die, welche dieser weisen Prin-