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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
222
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nicht zweifelte, einer gütigen Aufnahme gewiß sei, obgleich sienicht sagen wollte, auf wen sie ihre Hoffnung sehe.

Wenn ich erst einmal aus dieser Gefahr bin," dachte er,und cs findet mich Jemand wieder als den Führer einesirrenden Fräuleins, so soll er die Erlaubniß haben, mir dasGehirn mit meinem eigenen Schmiedehammer herauszu-schlagen."

Endlich zeigte sich das fürstliche Schloß, auf dessen Ver-besserung, sowie auf die der umherliegenden Ländereien, derGraf von Leicester, wie man sagt, sechzigtausend Pfund Ster-ling sott verwendet haben eine Summe, die nach heutigemGelde eine halbe Million beträgt.

Die äußere Mauer dieses glänzenden riesenhaften Gebäu-des umschloß einen Raum von sieben Morgen Landes. Ein Theildavon war mit großen Stätten bebaut; auf der andern Seitebefand sich ein Lustgarten mit beschnittenen Baumgängcn undTerrassen, und den übrigen Raum nahm der große Hofplatzdes Schlosses ein. Der treffliche Palast selber, welcher sichetwa in der Mitte des eingeschlosscnen Raumes befand, bestandaus einer ungeheuren Anhäufung prächtiger, mit Zinnen ver-sehener Gebäude, dem Anscheine nach aus verschiedenen Zeit-altern, die einen inneren Hof einschlossen. Jeder Theil dieserprächtigen Masse hatte einen bcsondern Namen und führte dasWappen eines der mächtigen Häuptlinge, welche längst dahingeschieden waren, und deren Geschichte, wenn der Ehrgeiz der-selben sein Ohr geliehen, dem hochmütigen Günstling eineLehre hätte geben können, welcher jetzt die schöne Besitzungerworben hatte und sie verbesserte- Ein großes massives Castell,welches die Citadelle des Schlosses bildete, war von ungewissem,aber großem Alter. Es führte Cäsars Namen, vielleicht wegender Aehnlichkeit des im Tower befindlichen desselben Namens.