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dürfen. Ihr habt mir meine Instruktion und Vollmacht ge-geben — ich will die erstere befolgen und die letztere nichtmißbrauchen. Bei Tagesanbruch werde ich im Sattel sein."
„Thue das, so wirst Du meine Gunst verdienen. — Bleib,— ehe Dn gehst, fülle mir einen Becher mit Wein. Nichtaus der Flasche, Bursche" — rief er, als Lambourne ihmaus der Flasche einschcnken wollte, die Alasco halb geleertzurückgelassen hatte, „hole mir eine frische."
Lambourne gehorchte und nachdem Varney sich mit demWeine den Mund ausgespült hatte, trank er einen vollen Be-cher davon. Dann nahm er eine Lampe und sagte, währender sich in sein Schlafgcmach zurückzog: „Es ist seltsam —ich bin doch so wenig wie irgend Jemand Sclavc der Ein-bildung; doch immer, wenn ich einige Minuten mit diesemSchnrken Alasco rede, ist es mir gleich, als habe ich Arsenikim Munde und im Halse."
Mit diesen Worten verließ er das Zimmer. Lambourneblieb zurück, um auch einen Becher aus der frisch geöffnetenFlasche zu trinken. „Es ist Johannisberger," sagte er, als ermit dem Zuge anhielt, um den würzigen Geschmack des Wei-nes zu kosten; „wahrlich, das ist der ächte Veilchenduft. Dochjetzt muß ich aufhören, um die Flasche später nach Gefallentrinken zu können." Er stürzte einen Becher Wasser hinunter,um die Dünste des Rheinweins zu vertreiben, und ging lang-sam auf die Thürc zu; doch die Versuchung war für ihn un-widerstehlich, er stand still, kehrte dann hastig zurück, undthat noch einen langen Zug aus der Weinflasche, ohne sichdes Bechers zu bedienen.
„Hätte ich nur diese verdammte Gewohnheit nicht," sagteer, „so könnte ich ebenso hoch steigen, wie Varney selber.Doch wer kann aufsteigen, wenn das Zimmer sich mit ihm