116
Herrschern,acht — ein Schritt zwischen der Armuth und einersolchen Summe des Reichthums, wie ihn die Erde ohne jenesedle Geheimniß aus all' ihren Minen der alten und neuenWelt nicht Hervorbringen kann, wenn Alles dies so ist, ist esda nicht vernünftig, daß ich dem mein Leben weihe, mich aufeine kurze Zeit dem eifrigen Studium hingebc, um mich überdie niedrige Abhängigkeit und die Günstlinge zu erheben, vonwelchen ich jetzt gefesselt bin?"
„Bravo, bravo! mein guter Vater," sagte Varney mitseinem gewöhnlichen sarkastischen Ausdrucke; „doch alle dieseAnnäherung an den Stein der Weisen lockt nicht eine einzigeKrone aus Lord Leicestcrs Tasche und noch viel weniger ausder des Richard Varney. — Wir bedürfen irdischer und wesent-licher Dienste und kümmern uns nicht darum, wen Du nochsonst durch Dein philosophisches Gaukelspiel täuschen magst."
„Mein Sohn Varney," sagte der Alchymist, „der Un-glaube, welcher Dich wie ein Frostncbel umgibt, verdunkeltDeinen Scharfblick in solchem Grade, daß er dem Weisen einStein des Anstoßes wird, der jedoch Dem, welcher in DemuthWissenschaft sucht, eine klare Warnungslehrc gibt, daß werda sehen will, auch sehen kann. Meinst Du, die Kunst besitzenicht die Mittel, die Unvollkommenheit der Natur durch ihreVersuche bei der Bildung edler Metalle zu ergänzen, da wirdurch dieselbe auch andere Operationen vcrvollkvmmnen.können,wie Brüten, Dcstilliren, Gähren, und ähnliche Prozesse ge-wöhnlicher Art, wodurch wir sogar aus dem tobten Ei Lebenziehe», Reinheit und Lebcnsstoff aus modrigem Unrathe Her-vorrufen, oder die schwere Substanz eines flüssigen Körpersin Bewegung bringen?"
„Ich habe das Alles schon früher gehört," sagte Varney,„und mein Herz ist fest gegen solche» Unsinn, seit ich zwanzig