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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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figkeit über, verbeugte sich tief vor dem Künstler und bat ihn,in sein armes Haus treten, und seiner Thürschwclle durchsein Hereinschreiten Heil widerfahren zu lassen.

Wollt Ihr nicht einen Becher mit dem armen Juden

Zacharias Joglan kosten?-Wollt Ihr Tokayer? Wollt

Ihr Lacrymä? Wollt Ihr ?«

Ihr beleidigt mich mit Eurem Anerbieten," sagte Way-land;gebt mir was ich fordere und laßt Euer weiteres Ge-schwätz."

Nach dieser Zurechtweisung nahm der Israelit einen Schlüs-selbund, öffnete vorsichtig einen Schrank, welcher mit mehrSorgfalt verwahrt zu sein schien, als die andern Arzncikästchen,zwischen welchen er stand, und zog einen kleinen verborgenenSchubkasten mit gläsernem Deckel heraus, worin sich ein klei-ner Vorrath schwarzen Pulvers befand. Dies bot er Way-land mit dem Ausdruck der tiefsten Ehrfurcht an, obgleich einhabgieriger, neidischer Blick jeden Gran Pulvers zu begleite»schien, der in den Besitz des Fremden gelangen sollte.

Habt Ihr eine Wagschale?" fragte Wayland. Der Judedeutete auf die, welche zum gewöhnlichen Gebrauch sich imLaden befand; doch geschah dieses mit einem verlegenen Aus-druck von Furcht und Zweifel, der dem Künstler nicht entging.

Ich muß eine andere haben," sagte Wayland ernsthaft;wißt Ihr nicht, daß heilige Dinge ihre Kraft verlieren, wennsie mit ungerechter Wage gewogen werden?"

Der Jude ließ den Kopf hängen, nahm aus einem stäh-lernen Kästchen eine schön gearbeitete Wagschale und sagte,indem er sie zum Gebrauch des Künstlers zurichtete:DieserWagschale pflege ich mich bei meinen Experimenten zn bedie-nen ein Haar aus dem Bart des Hohenpriesters würdeLen Ausschlag geben."