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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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zimmer, wo Michael Lambonrne, der ihn, eingedenk des Ver-sprechens, welches er seinem alten Freunde und KameradenFester gegeben, seit seiner Rückkehr genau bewacht hatte, dieBekanntschaft mit ihm zu erneuern wünschte, und die Hofs-ming aussprach, er werde sich nicht unfreundlich des Antheilserinnern, den er an dem Streite genommen, der an jenemMorgen stattgefnnden.

Doch Tressilian wies seine Annäherung fest, obgleich mitHöflichkeit zurück- »Herr Lambonrne," sagte er,ich glaube,ich habe Euch die Zeit hinlänglich bezahlt, die Ihr meinetwegenanfgewendet habt. Bei Eurer verstellten Rauhheit habt IhrVerstand genug, mich zu verstehen, wenn ich offen heraus sage,daß, da der Zweck unserer dermaligen Bekanntschaft erfülltist, wir in's Künftige einander fremd sein müssen."

Vota!" sagte Lambonrne, indem er mit der einen Handseinen Schnurrbart drehte und mit der andern nach seinemSchwerte griff;wenn ich wüßte, daß diese Behandlung Be-leidigung gegen mich sein sollte"

Ihr würdet sie ohne Zweifel mit Gelassenheit hinnehmen,"versetzte Tressilian,wie Ihr doch auf jeden Fall thun müßt.Ihr kennt zn gut den Abstand zwischen uns, um mich zu ge-nauer Erklärung aufzufordern. Guten Abend."

Mit diesen Worten wendete er seinem früheren Gefährtenden Rücken und ließ sich mit dem Wirtbe in ein Gespräch ein.Michael Lambonrne fühlte sich sehr aufgelegt, Händel anzufan-gen; doch seine Wnth starb in einigen unzusammenhängendenFlüchen und Ausrufungen hin, und er erlag unwillkürlich un-ter dem Ucbergewicht, welches höhere Geister über Personenvon seinen Sitten und Eigenschaften auszuüben pflegen. Erblieb daher mürrisch und schweigend in einem Winkel des Zim-mers, widmete die größte Aufmerksamkcitjeder Bewegung seiueS