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„Zügele Deine verleumderische Zunge!" sagte die Dame;„auf keine Frage, die meiner Ehre Eintrag thut, werde ichAntwort ertheilen."
„Ihr habt genug gesagt, indem Ihr die Antwort verwei-gert," antwortete Tressilian. „So unglücklich und elend Ihrseid, bin ich mit der Vollmacht Eures Vaters ausgerüstet, undwill Euch selbst wider Euren Willen von der Sclavcrei derSünde und des Elends befreien."
„Droht hier mit keiner Gewalt!" rief die Dame und zogsich von ihm zurück, durch die Entschlossenheit beunruhigt, welchesich in seinem Benehmen und in seinen Blicken ausdrücktc.„Droht mir nicht, Tressilian, denn ich habe die Mittel, EurerGewalt zu begegnen."
„Doch werdet Ihr sie nicht in einer solchen Sache anwen-den wollen," sagte Tressilian. — „Mit Deinem Willen — mitDeinem freien und natürlichen Willen kannst Du diesen Zustandder Sclaverei und Unehre nicht gewählt haben; — Du bistdurch einen Zauber gebunden — durch List gefangen und wirstjetzt durch ein erzwungenes Gelübde zurückgehalten. — Aber sobreche ich den Zauber: Emma, im Namen Deines trefflichen,tiefbekümmerten Vaters gebiete ich Dir, mir zu folgen!"
Während er sprach, näherte er sich ihr und breitete seineArme aus, als wollte er sich ihrer bemächtigen. Doch sie wichvor ihm zurück und stieß den Schrei aus, welcher, wie vorhererwähnt, Lambournc und Fester in das Zimmer führte.
Der Letztere rief, als er eintrat: „Feuer und Schwert!was geht hier vor?" dann redete er die Dame in halb bitten-dem, halb befehlendem Tone an: „Alle Wetter! Madame, wasthut Ihr außer Eurem Gebiet? — Zieht Euch zurück — eshandelt sich hier um Leben und Tod. — Und Ihr, Freund, werIhr auch sein möget, verlaßt dieses Haus, ehe mein Degengriff