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„Schmerz? — Ist mein Vater denn krank?" sagte dieDame.
„So krank," antwortete Tresstlian, „daß selbst Eureäußerste Eile ihn nicht wieder gesund machen könnte; doch sollAlles im Augenblicke zu Eurer Abreise bereit sein, sobald Ihrdazu Eure Einwilligung gebt."
„Tresstlian," antwortete die Dame, „ich kann, ich darf,ich wage nicht, diesen Ort zu verlassen. Geht zu meinem Va-ter zurück — sagt ihm, ich werde mir Erlaubniß verschaffen,ihn binnen zwölf Stunden zu besuchen. Geht zurück, Tressi-lian, — sagt ihm, ich sei wohl, ich sei — glücklich — glücklich,wenn ich denken könnte, daß er es auch wäre — sagt ihm, ersolle nicht fürchten, daß ich ausbleiben werde. Ich werde kom-men, und ans solche Weise, daß er allen Schmerz vergessenwird, den die arme Emma ihm verursacht hat — die armeEmma ist jetzt größer, als sie sagen darf. — Geht, guter Tres-silian — ich habe auch Euch Leid zugcfügt, aber glaubt mir,ich habe Macht, die Wunden zu heilen, die ich geschlagen habe— ich beraubte Euch eines kindischen Herzens, welches Eurernicht werth war, und ich kann den Verlust mit Rang undErhöhung bezahlen."
„Sagt Ihr mir das, Emma? — Bietet Ihr mir dasSchaugeprängc eitlen Ehrgeizes für den ruhigen Frieden, dessenIhr mich beraubt habt? — Doch lassen wir das — ich kamnicht, um Euch zu tadeln, sondern um Euch zu dienen undEuch zu befreien. — Ihr könnt es mir nicht verleugnen, Ihrseid eine Gefangene. Sonst wurde Euer zärtliches Herz — denncs war einst ein zärtliches Herz — schon an der Seite Eureskranken Vaters sein. — Kommt — armes, getäuschtes, un-glückliches Mädchen, — Alles soll vergessen — Alles soll ver-geben sein. Furchtet nicht meine Zudringlichkeit, denn unsere