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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
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Bei alledem wurde cs Euch doch leid thun," fuhr derReisende fort,wenn ich Euch sagte, das- der arme MichelLambourue bei der Einnahme einer Schanze, in der Nahe vonMastricht, an der Spitze seines Regiments erschossen worden."

Leid thun! Es wurde die angenehmste Nachricht sein,die ich je von ihm gehört habe, denn ich würde dadurch dieGewißheit erhalten, daß er nicht gehängt worden. Doch las-sen wir ihn, ich zweifle, daß sein Ende je seinen Freundensolche Ehre machen wird; wäre cs so, dann würde ich vonganzem Herzen sagen (und er trank einen zweiten BecherScct): Gott verleihe ihm Ruhe."

Still, Mann," erwiderte der Reisende,fürchtet nichts,Euer Neffe wird Euch doch noch Ehre machen, besonders wenner der Michael Lambourue war, den ich kannte, und beinaheoder vollkommen so sehr liebte, wie mich selber. Könnt Ihrmir kein Zeichen sagen, woran ich erkennen kann, ob cs der-selbe war?"

Ich kann mich in der That auf keines besinnen," ant-wortete Gilcs Gosling,außer daß unserm Michel ein Galgenauf die linke Schulter eingebrannt war, weil er Frau Snortzu Hogsditch eine silberne Suppenschüssel gestohlen."

Nein, das lügst du wie ein Schurke, Onkel," sagte derFremde, indem er seine Halskrause auf die Seite schob undden Aermel seines Wamses von Hals und Schulter herunter-zog;noch heutiges Tages ist meine Schulter so unverletztwie die Dcinige."

Was, Michel, Junge Michel!" rief der Wirth,und bist Du es in vollem Ernste? Ich habe es schon diesehalbe Stunde gedacht, denn ich wußte Niemand, der nur halbso viel Interesse hätte an Dir nehmen sollen. Aber, Michel,wenn Deine Schulter unverletzt ist, wie Du sagst, so mußt