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Hause entlassen find. Ueberdem seid Ihr auch noch mit Baa-rcm in Rückstand."
„Ich dachte, Herr," sagte der Angeredete auf gut schottisch,d. h. ohne geradezu auf die gemachte Bemerkung zu erwidern,„ich dachte, der beste Weg würde sein, zu Ew. Wohlgeborcn zukommen und mir doch noch Euren Rath zu erbitte» für denFall, daß mein Uebel wiederkäme."
„Lhu das, Schlingel," versetzte Lundin, und merke wasSiräch sagt: „Laß den Arzt zu dir kommen, laß ihn nicht vondir gehen, denn du bedarfst seiner."
Seine Ermahnung ward unterbrochen durch eine Er-scheinung, welche ihn in eben so großen Schrecken und Bestür-zung zu versetzen schien, als sein Gesicht verschiedenen Personeneinjagte, die er so eben «»geredet hatte.
Die Gestalt, welche diese Wirkung auf den Dorf-Aesculaphervorbrachte, war ein altes Weib von hohem Wuchs mit einemhohen Hut auf dem Kopf und einem Kinntuch um die Wangen.Der Hut ließ sie noch größer erscheinen, als sie wirklich war,und das Tuch verhüllte den unteren Theil ihres Gesichtes so,daß unter den hcrabhängenden Krempen wenig mehr sichtbarwar, als zwei braune Backenknochen und dunkel glühendeAugen unter buschigen ergrauten Brauen. Ihre Kleidung be-stand in einem langen dunkelfarbigen Rock von ungewöhnlichen!Schnitte, am Saum und am Leib mit einer weißen Borte,gleich den jüdischen Denkzetteln, besetzt, in welche Buchstabeneiner unbekannten Sprache eingewirkt waren. In der Handhatte sie einen Wanderstab von Ebenholz.
„Bei der Seele Celsi," rief Doctor Lukas Lundin, „cs istdie alte Mutter Nicneven. Sie ist gekommen, mir auf meinemGebiet und während der Ausübung meiner Amtsgewalt Trotzzu bieten! Hab' Acht auf deinen Rock, altes Weib, wie's im