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„Nun, was seht Ihr denn, Meister Roland'!" fragte er,„daß Ihr so plötzlich stumm geworden seid."
Roland antwortete nicht.
„Der Junge hat den Leusel im Leib," sprach Woodcock.„Er hat sich die Augen ausgeguckt und die Zunge in Stückegeschwatzt, glaub' ich!"
Hastig trank er seinen Krug aus und trat 'zu Rolandheran, -der wie eine Bildsäule dastand, die Augen unverwandtauf den Hof geheftet, ohne daß Woodcock in dem lustigenSchwarm unten irgend Etwas hätte entdecken können, wasso gespannter Aufmerksamkeit werth gewesen wäre.
Das Spiel des alten Musikanten hatte mehre Zuhörervon der Straße in den Hof gezogen, als eine Person zum Lhorhereinkam, welche ausschließlich die Aufmerksamkeit Rolandsfesselte. Diese Person schien mit ihm von gleichem Alter odereher jünger zu sein, und der Tracht und Haltung nach vondemselben Stande, wie er, all' die Eitelkeit zur Schau tragend,welche sich mit einer hübschen, wiewohl kleinen und schmäch-tigen, Gestalt und einer zierlichen, thcilweise von einem Purpur-mantcl verhüllten Kleidung vertrug. Beim Eintreten warfder Fremde einen Blick nach den Fenstern hinauf, und zu sei-nem Erstaunen erkannte Roland unter der rothen Sammet-niützc und der weißen Feder die . ihm so tief ins Gcdächtnißcingcprägtcn Gcsichtszügc, das glänzende reiche Haar, die lachen-den blauen Augen, die schöngeformten Brauen, die fast geradeNase, die Rubinlippcn, deren gewöhnlicher Ausdruck ein schalk-haftes halbunterdrücktcs Lächeln zu sein schien, — mit einemWorte die Gestalt und das Gesicht von Katharine Scyton inMannstracht, die, wie es schien, glücklich das Benehmen eineskecken Edelknaben nachahmte.
Dies war die Erscheinung, welche Rolanden zu seinem