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Falkenjagd zu sehen bekommen, da wo sie jetzt liegt. Prachtund Lust eilen vorüber wie der Flügclschlag eines Habichts."
„Wo ist denn diese arme Königin jetzt cingeschloffen?"fragte Roland Graeme, Lheilnahme empfindend für eine Frau,deren Schönheit und Anmuth selbst auf den ungebildeten undgleichgültigen Adam Woodcock einen solchen Eindruck gemachthatte.
„Wo sie cingesperrt ist?" cntgcgnete der ehrliche Adam.„Hm, in einem Schloß im Norden, sagt man; — ich meinesTheils weiß nichts weiter. Was soll man sich den Kopf zer-brechen um Dinge, die sich nicht ändern lassen. Hätte sie vonihrer Gewalt einen guten Gebrauch gemacht, so lange sie die-selbe hatte, dann wäre sie nicht in ine so schlimme Lage ge-kommen. Man sagt, sie muß ihre Krone dem kleinen Kindevon Königssohn abtretcn, denn man will sie ihr nicht längeranvertrauen. Unser Herr ist bei dieser Sache so geschäftig ge-wesen wie seine Nachbarn. Sollte die Königin je wieder inBesitz kommen, dann würde vermuthlich Schloß Avencl dafürbrennen müssen, es wäre denn, daß er ein ganz feines Spielspielte."
„In einem Schloß im Norden ist die Königin Maria inHaft?" fragte Roland.
„Ja — wenigstens heißt es so. In einem Schloß jenseitsdes großen Flusses, der dort herabkommt, und der wie einFluß aussicht, in der That aber ei» Arm der See ist undbitter wie Salzlake."
„Und unter allen ihren Unterthancn," fragte der Jüng-ling bewegt, „ist keiner, der Etwas zu ihrer Befreiung wa-gen will?"
„Das ist eine kitzliche Frage," antwortete der Falkner,„nnd wenn Ihr sie oft stellt, Meister Roland, dann muß ich