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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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oder einen Felsen zu erklimmen, um eines Geiernestcs wil-len." Wunderbar war cs ihm nur, wie seine Großmutter,trotz ihren religiösen Vorurtheilen, so bereitwillig ihre Erlaub-niß zu seinem Wiedereintritt in den Dienst des Hauses Avenelgegeben hatte. Roch räthselhaster war ihm die Freude, mitwelcher sic in der Abtei von ihm Abschied genommen. Wirmüssen hier einige Augenblicke in unserer Erzählung zurückgehen.

Der Himmel," sprach die Dame, als sie im Kloster ihmden Abschiedskuß gab,führt sein Werk hinaus durch die HändeDerjenigen unter unseren Feinden, welche sich die Weisesten undStärksten zu sein dünken. Du mein Kind, sei bereit, dem Rufder Religion und des Vaterlandes zu folgen. Bedenke, jedeirdische Verbindlichkeit, die du eingehst, ist im Vergleich zu denBanden, die dich an jene knüpfen, wie der lose Flachs im Ver-hältniß zu einem Kabeltau. Du hast doch nicht das Gesichtund die Gestalt der Jungfrau Katharine Seyton vergessen?"

Roland wollte verneinend antworten, aber das Wort er-starb ihm auf der Zunge. Magdalene fuhr fort in ihrenErmahnungen: >

Du darfst sie nicht vergessen, mein Sohn, und hier em-pfängst du von mir ein Zeichen, welches" du hoffentlich baldGelegenheit finden wirst, ihr insgeheim zu überliefern."

Damit legte sie in Rolands Hand ein ganz kleines Päck-chen, dessen sorgfältige Bewahrung sie ihm dringend anempfahlmit dem Bemerken, daß er cs keinen Menschen außer Katha-rine Seyton sehen lassen dürfe, das junge Mädchen, welches erden Tag zuvor gesehen habe, ein Beisatz, der sehr überflüssigwar. Und dann gab sie ihm ihren Segen und wünschte ihmden Beistand Gottes.

In diesem wie in ihrem ganzen sonstigen Thun lag etwasEeheimnißvolles. Allein Roland hatte weder das Alter noch