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Euch nicht zu seinem Fürsprecher aufwerfen, wider das ganzeHaus."
„Seid versichert, Jungfer Alias," antwortete der Haus-älteste, „wenn ich die passende Gelegenheit fände, wollte ich ihmvon Herzen gern einen Lecker mit der rauhen Seite meinerZunge geben."
„Das ist genug gesagt, Meister Wingate," cntgcgncte Alias.„Verlaßt Euch darauf, sein Pfeifen soll ihm bald gelegt werden.Wenn meine Gebieterin mich nicht fragt, was hier unten vor-gegangen ist, noch che sie zehn Minuten älter geworden, dannist sie kein Weib, und ich heiße nicht Alias Bradbourne."
Dieser Versicherung gemäß verfehlte Jungfer Alias nicht,alsbald vor ihrer Gebieterin zu erscheinen mit allen Zeichendes Besitzes eines wichtigen Geheimnisses: die Mundwinkel her-untcrgezogen, die Augen nach Oben gerichtet, die Appen zu-sammengepreßt, als wären sie zugenäht, und über ihr ganzesWesen ein Ansehen von Wichtigkeit verbreitet, welches zu sagenschien: Ich weiß Etwas, was ich Euch nicht sagen will.
Lilias kannte recht gut die Sinnesart ihrer Gebieterin.
Frau von Avcnel war gewiß ein verständiges Weib, abersie war eben doch eine Tochter der Mutter Eva und konntedas gcheimnißvolle Wesen ihrer Kammcrjungfer nicht ansehcn,ohne daß der Wunsch in ihr aufstieg, die Ursache davon zu er-fahren. Eine Zcitlang war Jungfer Lilias hartnäckig gegenalle Fragen, seufzte, richtete die Augen noch höher nach demHimmel hinauf, hoffte das Beste, hatte aber nichts mitzutyei-len. Alles dies reizte natürlich die Neugier der Edclfrau nochmehr, und dieselbe ließ sich nicht befriedigen mit Redensarten,wie: „Gottlob, ich bin keine Hctzerin, keine Fuchsschwänzen»;Gottlob, ich habe nie einen Menschen um die Gunst beneidet,in der er steht, noch habe ich gestrebt eines Menschen schlechtes
Der Akt. I. 5