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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Zwei unter den Burgbcwohnern hatten schon frühzeitigWiderwillen ;gcgen Roland Graeme an den Tag gelegt. DieEifersucht des Einen, des großen Wolf, wurde bald beseitigtund nach Verlauf einiger Jahre entschlief der treffliche Hundwie Bran, Luath und andere berühmte Thierfängcr desAlterthums. Aber Meister Warden, der Kaplan, blieb amLeben und verharrte bei seiner Abneigung gegen Roland. Die»ser gute, redliche und wohlwollende Mann hegte einen un-gebührlich hohen Begriff von der ihm als Diener des Wortesgebührenden Achtung, und verlangte von den Burgbcwohnernmehr Ehrerbietung, als der Edelknabe, stolz auf die Gunstseiner Gebieterin und muthwillig von Natur und zufolge seinerStellung, ihm zu erweisen geneigt war. Sein keckes und freiesBenehmen, seine Lust an Schmuck und köstlichen Kleidern,seine Ungeneigtheit, Belehrung anzunehmen, sein verhärtetesWesen bei Zurechtweisungen waren Eigenschaften, welche denguten Alten verleiteten, den Edelknaben als ein Gefäß desZornes darzustellen, als eine Seele voll von dem Hochmuth,welcher vor dem Fall kommt. Auf der andern Seite legteRoland eine entschiedene Abneigung, ja zuweilen fast Ver-achtung gegen den Kaplan an den Tag. Die meisten Dienerstimmten mit der Ansicht Sr. Ehrwürden überein; allein solange Roland von der gnädigen Frau begünstigt und vondem gestrengen Herrn geduldet ward, sahen'sie keine Klugheitdarin, ihre Ansicht laut werden zu lassen.

Roland begriff recht wohl die unangenehme Lage, in wel-cher er sich befand, allein bei seinem hochfahrcndcn Sinn vergalter den andern Dienern die kalte und bittere Weise, in welcher sieihn behandelten, und nahm eine Miene von Ueberlegcnhcit an,welche bald die Hartnäckigsten zum Gehorsam nöthigte, so daß