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Alles mit ihm aus ist! Dreißigmal ist ein Hinterhalt übermich hergefallen und ich glaube wirklich, daß ich doppelt so oftim Hinterhalt gelegen habe, denn dies ist ein Lieblingsstück-chen in unserS Königs Manier Krieg zu führen "
„Das ist allerdings so, Ludwig," antwortete Lord Craw-ford; „indeß sei ruhig, denn ich glaube, ich verstehe dieseDinge besser als du "
„Und das wünsch' ich zu unserer lieben Frau, Mylord,"antwortete Ludwig; „aber cs geht mir durch und durch, zudenken, meiner Schwester Sohn fürchte einen Hinterhalt."
„Junger Mann," sagte Crawford, »zum Theil errath' ichEure Meinung. Ihr seid einer Verrätherei unterwegs begeg-net, als Ihr auf Befehl des Königs reistet, und Ihr glaubtGrund zu haben, ihn für den Urheber derselben zu halten?"
„Ich ward bei Vollziehung des königlichen Auftrages mitVerrätherei bedroht," antwortete Quentin; „aber ich war glück-lich genug, ihr zu entgehen — ob Seine Majestät schuldig oderunschuldig an der Sache, das überlass' ich Gott und des Kö-nigs Gewissen. Er speiste mich, als ich hungerte — nahmmich auf, als ich ein unsteter Fremdling, war. Ich will ihnin seinem Mißgeschick nicht mit Beschuldigungen überhäufen,die ungerecht sein können, da ich sie allerdings nur von dengemeinsten Menschen hörte."
„Mein lieber Junge — herrlicher Bursch!" sagte Crawford,ihn umarmend, „Ihr denkt durch und durch wie ein Schotte!Wie einer, der die Ursache des Streites mit einem Freundevergißt, dessen Rücken bereits an der Mauer steht, und annichts als an seine Freundschaft denkt."
„Da Mylord Crawford meinen Neffen umarmt hat," sagteLudwig Lesly, „so will ich ihn auch umarmen — obwohl ichgern sähe, es wäre Euch bekannt, daß eim Soldat eben so