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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Nicht mein Freund, wenn Eure Majestät erlaubt," sagteOliverweder mein Freund noch mein Plan."

Wahr, Oliver," antwortete der König;dein Plan gingnicht dahin, einen solchen Bräutigam zu verheirathen, sondernzu scheren. Nun gut, du wünschtest ihr einen eben so schlechten,als du bescheidentlich dich selbst in Vorschlag brachtest. Jndeß,Oliver, wohl dem Manne, der sie nicht hat; denn hängen, er-säufen und viertheilen waren die mildesten Worte, die meinsanfter Vetter in Bezug auf den sprach, der die junge Gräfin,seine Vasallin, ohne seine höchste Erlaubniß heirathen würde."

Und ohne Zweifel ist er eben so eifersüchtig auf alle Störun-gen in der guten Stadt Lüttich?" fragte der Günstling.

Ebenso oder noch weit mehr," erwiderte der König,wieEuer Verstand leicht errathen kann; aber seit ich mich entschloß,hieher zu kommen, sind meine Botschafter in Lüttich beschäftigtgewesen, für den Augenblick jeden Aufstand zu unterdrücken;und meine sehr geschäftigen und rastlosen Freunde Rouölaerund Pavillon haben Befehl, mäuschenstill zu sein, bis dieseglückliche Zusammenkunft meines Vetters mit mir vorüber ist "

Wenn ich demnach Eurer Majestät Berichte gemäß ur-theile," sagte Oliver trocken,so ist das Höchste, was sich vondieser Zusammenkunft hoffen läßt, daß sie Eure Lage nichtschlimmer macht? Sicherlich ist das wie mit dem Kranich,der seinen Kopf in des Fuchses Rachen steckte, und seinem gutenGlücke gern dankte, daß er nicht abgebiffen ward- Dennochscheint auch jetzt Ew. Majestät dem weisen Philosophen sehrverpflichtet, der Euch aufmunterte, ein so hoffnungsreiches Spielzu spielen."

Kein Spiel," sagte der König mit scharfem Tone,ge-stattet Verzweiflung, so lang es noch nicht verloren; und daßich das letztere nicht zu erwarten habe, werd' ich beweisen. Im