wegenen Fürchtdichnicht, der weder auf Gott noch Menschen achtet.Ihr Geschäft ist, wenn sie Feinden begegnen, Streit mit ihnenanzufangen und sie aus dem Weg zu schaffen, und der Hauptan-führer erfährt nicht, was da vorgeht, denn er kommt mit seinenverständigeren und ruhigeren Freunden vielleicht eine halbe Stundeweit hintennach. Kämen wir diesen' guten Jungen nahe, so würdeEuer Brief Euch wenig helfen und mein Pack würde mir groß Un-heil bringen. Sie würden uns jeden Fetzen vom Leibe reißen unduns mit einem Stein an den Füßen in ein Moosloch werfen, nackt,wie wir aus dem Mutterleib in diese jämmerliche, sündige Welt ge-gekommen sind, und weder Murray noch ein anderer Mensch würdees gewahr werden. Und wenn er es auch erführe, was könnte esuns helfen? Es würde als ein bloßes Mißverständniß ausgelegt wer-den und damit wäre das Klaglied am Ende. Glaube mir, Jüngling,wenn Männer das kalte Eisen wider einander in ihrem Vaterlandziehen, können oder mögen sie es nicht genau nehmen mit denBergehungen Derjenigen, deren Schwerter ihnen nützlich sind."
Sie ließen also den Bortrab von Murray's Heerschaar vvrüber-ziehcn. Nicht lange, so erhob sich im Norden eine dichtere Staubwolke.
„Jetzt geschwind den Berg hinunter!" rief der Krämer undzog Halberten mit sich fort. „Die Wahrheit zu sagen, ist derZug eines schottischen großen Herrn gleich einer Schlange: derKopf hat Zähne und der Schwanz hat einen Stachel; ohne Ge-fahr kann man sich nur dem eigentlichen Körper nähern."
„Ich will so geschwind laufen, wie Ihr," sprach Halbert;„aber sagt mir doch, warum der Nachtrab eines solchen Heereseben so gefährlich sein soll, wie der Vortrab?"
„Der Bortrab," antwortete der Krämer, „besteht aus zusam-mengerafftem verzweifeltem, zu jedem Unheil bereitwilligem Ge-sindel, das weder Gott fürchtet, noch seine Rebenmenschen achtetund meint, ihre Sache sei, Alles aus dem Weg zu räumen, was ihnen