Von Wigton bis zum Städtlein AyrUnd von Portpatrick bis nach CreeHält Niemand Stand, der nicht vorherErst Gunst sucht bei Sanct Kennedie."
„Also," bemerkte der Subprior, „die Vereitelung von HerrnJakob's Vorhaben, hiehcr zu kommen, hat diesem Warden eineschlechte Aufnahme auf Schloß Avenel eingetragen."
„Die wäre nicht so ganz unglimpflich gewesen," versetzteder Moosklepper; „denn mein Herr war sehr unschlüssig, waser in so mißlichen Zeiten thun sollte, und würde es kaum gewagthaben, einen Mann übel zu behandeln, der ihm von einem sofurchtbaren Haupte, wie Herr Jakob, zugeschickt war. Aber, dieWahrheit zu sagen, der Teufel ritt den alten Kerl, sich übermeines Herrn christliche Freiheit, aufzuhalten, daß er mit Ka-tharine von Newport gehandfestet ist. Das hat den Friedensstabzwischen ihnen gebrochen, und jetzt steht Euch mein Herr mit allseiner Macht zu Diensten; denn Herr Jakob vergibt nie eineBeleidigung, und wenn er die Oberhand bekommt, wird er nichtruhen, bis er Julian's Kops hat, unbekümmert darum, daßKeiner des Namens mehr da ist, außer das Stückchen Mädchen dort.Und jetzt Hab' ich Euch mehr von meines Herrn Sachen erzählt,als diesem lieb sein dürfte; allein Ihr habt mir einmal einenehrliche» Streich gespielt, und vielleicht brauch' ich noch einmaleinen dergleichen."
„Deine Offenherzigkeit," sprach der Subprior, „soll Dirsicherlich zum Vortheil gereichen, denn es muß der Kirche indiesen wirren Zeiten sehr daran gelegen sein, die Absichten undBeweggründe Derer, die um uns sind, zu kennen. Aber wasverlangt Dein Herr von uns zum Lohn für guten Dienst? Dennich glaube, er gehört nicht zu Denen, die gern unentgeltlicharbeiten."