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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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ihm nicht die geringste, unschuldigste Vertraulichkeit. So zumBeispiel erzählte ihr Herr Piercie, als ein großer Kenner im, Putzfach, ein Langes und Breites von der vortheilhaften Verän-derung, welche er unmittelbar nach der Ankunst in Edinburghmit ihrem Anzug vorzunehmen gedächte, und wie er sie in seineLeibfarben, Nelken-und Fleischroih, zu kleiden beabsichtigte. Gretelhörte mit großem Vergnügen zu, wie er salbungsreich sich überSäume, Schnüre, Schlitze und Besätze auslicß, bis dahin, wo erim Eifer, den Vorzug des Umlegekragens über die spanischeKrause zu beweisen, erklärungsweise seine Hand an den Kragendes Wamses seines Edelknaben legen wollte. Sie trat augen-blicklich zurück und erinnerte ihn, daß sie allein und unter seinemSchutze sei.

Ihr könnt," sprach sic,den Anlaß nicht vergessen, welchermich hicher gebracht hat. Lhut den geringsten Schritt zu einerVertraulichkeit, welche Ihr Euch nicht gegen eine, von ihremHofe umgebene, Fürstin erlauben würdet, und Ihr habt die Mül-lerstochter zum letzten Mal gesehen. Sie wird verschwinden, wieSpreu von der Tenne, wenn der Westwind blässt."

Ich versichere Euch, schöne Molinara," sprach Herr Piercie> allein die schöne Molinara war verschwunden, ehe er seineVersicherung aussprechen konnte.Eine eigne Dirne," sprach erfür sich, und dabei so verständig, wie hübsch. Wahrlich Schandewär' es, ihr Schimpf oder Schaden zuzufügen! Sie macht auchVergleichungen, obwohl etwas nach ihrem Stand schmeckende.Hätte sie nur den Euphues gelesen und die verfluchte Mühle undTenne vergessen, so würde, glaub' ich, ihr Gespräch mit eben sovielen und ausgesuchten Artigkeitsperlen geziert sein, wie bei derberedtesten Edelfrau am Hofe von Feliciana. Sie wird dochwohl wiederkommen, mir Gesellschaft zu leisten?"