Druckschrift 
4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
196
Einzelbild herunterladen
 

196

das junge Volk mit uns um; uns lassen sie die Arbeit und siegehn dem Vergnügen nach."

Ei was, Frau Mutter!" sprach das Müllermädchcn, schürzteihre hübschen runden Arme auf und sah sich munter nach etwaszu thun um;ich dachte gerade, es dürfte Euch lieb sein, zuwissen, ob sie zurückkommen, damit Ihr Euch mit dem Essendarnach richtet."

Und habt Ihr Nichts von ihnen gesehen?" fragte Elspeth.

Nicht das geringste Zeichen," antwortete Gretel,obwohlich auf die Spitze eines Hübels gestiegen bin, und obwohl dieschöne weiße Feder des englischen Ritters über alle Gebüsche desWäldchens hinweg hätte gesehen werden können."

Des Ritters weiße Feder!" sprach Dame Glendinning.Ihr seid ein Gänschen. Meines Halberts hoher Kopf ist weiterzu sehen als seine Feder, mag sie so weiß sein, wie sie will."

Gretel entgegnete Nichts, sondern begann emsig Teig zukneten für einen Kuchen, bemerkend, daß Herr Piercie den gestri-gen Kuchen versucht und gelobt habe. Und um der Eisenplatte,auf welcher der Kuchen gebacken werden sollte, Platz über demFeuer zu verschaffen, rückte sie fluas eine Schmorpfanne bei Seite,in welcher einige Leckerbissen Tibb's kochten. Libb murmeltezwischen den Zähnen:Das Süppchen für mein krankes Hirnmuß Platz machen für den Kuchen des leckeren Südländers. Aches war eine lustige Zeit in den Tagen von Wight Walace odervom gutem König Robert, wo die Puddingfrcsser hier Nichtskriegten als harte Streiche und blutige Platten. Aber wir wollensehen, wie es endet."

Elspeth hielt nicht für gut, kund zu geben, daß sie aufdiese Ausdrücke der Unzufriedenheit geachtet habe. Aber dieseAusdrücke prägten sich ihr tief ein. Denn sie pflegte Tibb alseine Art Orakel zu betrachten, wo es sich von Krieg und Politik