in einer hochwichtigen Snche: Kann Dein Sohn mit dem Bogenso wohl umgehen, wie der Pater Küchenmeister aussagt? '
„Mir Verlaub, Hochedler Herr und Vater," sprach DameGlendinning mit einer tiefen Verneigung, „ich kann Etwas vonSchießen sagen, angesehen mein Hauswirlh — Gott verleih' ihmeine fröhliche Urständ! — auf dem Feld von Pinkie durch einenPfeilschuß gefallen ist, als er unter dem Banner der Kirche stritt,wie es einem Stistsunterthanen geziemt. Er war ein biedererund wackerer Mann, erlaube Ew, Hochwürdcn, und abgerechnet,daß er ein Stücklein Wildprct liebte und manchmal aus der Notheine Lugend machte, wie Granzer zu thun pflegen, wüßte ich vonkeiner Sünde, die er gethan hätte. Und obwohl ich für ihnmanche Messe bezahlt habe zum Belauf von vierzig Schillingen,nebst drei Malter Waizen und vier Scheffel Roggen, so weißich doch nicht, ob er aus dem Fcgfeucr erlöset ist."
„Dame," unterbrach der Abt, „dies soll genau untersuchtwerden; und da Dein Hauswirth, wie Du sagst, im Streit derKirche gefallen ist, und unter ihrem Banner, so verlaß Dichdarauf, er soll bald aus dem Fegfeucr heraus sein, vorausgesetzt,daß er darin ist. Aber nicht von Deinem Hauswirth gedenkenwir zu reden, sondern von Deinem Sokn, nicht von einem er-schossenen Schotten, sondern von einem geschossenen Hirsch. Darumsage ich, antworte mir genau, ist Dein Sohn ein geübter Schütze,ja oder nein?"
„Leider Gottes!" versetzte die Dame. „Meine Hufe würdebesser bebaut sein, wenn ich Ew. Hochwürdcn sagen könnte, daßer es nicht wäre. — Geübter Schütze! Wahrlich, Heiliger Vater,ich wollte, er übte etwas Anderes. Armbrust und Bogen, Hand-büchse und Doppelhaker, Falkonett und Feldschlange, die weiß eralle zu handhaben. Und wenn es diesem Ehrenfesten Herrn ge-fallen wollte, seinen Hut aus hundertundtünfzig Schritts hinzu-