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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
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Ich bitte," Herr Ritter," sagte Maria,Eure hofmäßigenVergleichungen für feinere Ohren zu sparen und mir zu erlauben,Euch meinen Pflegbrudcr vvrzustcllcn, Halbert Glendinning."

Der Sohn der guten Dame in der Hütte hier, wie ich ver-muthc," sprach der Englische Ritter;denn so etwa hat meinFührer die Besitzerin dieser Wohnstatt benamset, welche Ihr,Fräulein, durch Eure Gegenwart bereichert. Und diesen Jüng-ling anlangend, so hat er Etwas an sich, was höherer Geburteigen ist, denn nicht alle Kohlengräber sind schwarz"-

Und nicht alle Müller sind weiß," fügte der ehrsame Hap-per hinzu, begierig, auch einmal beiläufig ein Wort zu sprechen.

Halbert, welcher den Blick des englischen Ritters mit Un-geduld ertrug und nicht wußte, was er aus seinen Manieren undseiner Sprache machen sollte, erwiedcrte etwas rauh:gderr Rit-ter, wir haben hier in Schottland ein altes Sprichwort:Ver-acht' den Busch nicht, der Dich schirmt." Ihr seid Gast in meinesVaters Hause, um Euch vor Gefahr zu bergen, wenn ich rechtberichtet bin von den Dienern. Spottet nicht seiner oder seiner Be-wohner Schmucklosigkeit. Lang hättet Ihr am Hof von Englandleben können, che wir Eure Gunst gesucht oder Euch mit unsererGesellschaft belästigt hätten. Da Euer Schicksal Euch hieher zuuns gesandt hat, so begnügt Euch mit dem Unterhalt und mitder Unterhaltung, die wir Euch bieten können, und höhnt unsnicht sür unser Wohlwollen, denn die Schotten haben kurze Ge-duld und lange Dolche."

Aller Augen waren auf Halbert gerichtet, als er so sprach,und Alle bemerkten, daß sein Gesicht einen Ausdruck von Ver-ständigkeit und seine Haltung eine Würde hatte, die man niezuvor an ihm gesehen. Ob das wundervolle Wesen, mit welchemer an diesem Lage verkehrt, ihm eine Anmuth und Würde desBlicks und der Gebehrden verliehen hatte, die er vorher nicht