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zweifelt und ohne Buße gestorben sein. O, stoßt mich nicht vonEuch — laßt mich Etwas thun, um meine Sünden wieder gutzu machen, und laßt Euer eigenes Werk nicht halb vollendet!"
„Cleveland," sagte Minna, „ich will Euch nicht vorwerfen,meine Uuerfahrenhcit gemißbraucht, oder die Täuschung benutztzu haben, mit welchen mich die Leichtgläubigkeit meiner frühenJugend umwobeu hatte, und welche mich zu dem Jrrthum ver-führten, Eure Lebensweise mit den Tbaten unserer alten Heldenfür gleich zu halten. — Ach, als ich Eure Gefährten sah, wardieser Wahn zerronnen! — Allein, ich lege cs Euch nicht zurLast, daß er je vorhanden war. Geht, Cleveland, reißt Euchvon jenen Elenden los, zu denen Ihr Euch gesellt habt, undglaubt mir: Wenn der Himmel Euch noch das Mittel ver-leiht, Euren Namen durch eine gute und ruhmwürdige Hand-lung auszuzeichnen, so gibt cs ans diesen einsamen InselnAugen, welche eben so viel Freudenthränen vergießen werden
— als jetzt Thränen des Kummers."
„Und ist dieß Alles?" sagte Cleveland. „Darf ich nichthoffen, wenn ich mich von meinen gegenwärtigen Gefährten los-reiße — wenn ich dadurch meine Begnadigung erlangen kann,daß ich eben so kühn für die gerechte Sache streite, als ich nurzu oft für die ungerechte gcfochtcn habe — nach einem, wennauch nach so langem — doch immer nicht endlosem Zeiträume,sagen kann, daß ich meinen Ruf reingewaschen — darf ich nicht
— darf ich dann nicht hoffen, daß Minna mir vergebe, wasmein Gott und mein Vaterland mir vergeben haben werden?"
„Nie, Cleveland, nie!" sagte Minna mit der entschiedenstenFestigkeit. „An dieser Stelle scheiden wir, scheiden auf immer,und scheiden ohne längeres Verweilen. Gedenkt meiner als einer,Todten, wenn Ihr das bleibt, was Ihr jetzt seid; wenn Ihraber, was Gott geben mag, Eure verderbliche Lebensweise ändert,