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3 (1851) Der Pirat
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Aussehen, denn ans ihren bleichen Wangen waren Spurendes Kummers und der Besorgniß, ihre Lippen bebten, undihre Angen standen voll Thränen.

Mordannt!" sagte sie,du mußt mir und Minna einenGefallen erweisen; du mußt uns erlauben, das Haus in derStille zu verlassen und ohne Jemand zu beunruhigen, damitwir bis zu den Steinen von Stenniü gehen können."

Was für ein Einfall ist das, thenerste Brenda?" sagteMordannt sehr erstaunt über diese Znmuthnng.Wahrschein-lich ein abergläubischer Gebrauch von den Orkney's, aber dieZeit ist zu gefährlich, und die Verhaltnngsbcfchle, die ich vondeinem Vater erhalten habe, sind zu strenge, als daß ich eucherlauben könnte, ohne seine Zustimmung zu gehen. Bedenke,thenerste Brenda, daß ich ein Soldat bin, der auf dem Postensteht, und die Befehle befolgen muß."

Mordannt!" sagte Brenda,das ist nichts zum Scherze;Minna's Verstand, ja, Minna's Leben hängt davon ab, daßdu uns diese Erlaubniß gibst."

Und zu welchem Endzwecke?" sagte Mordannt;laß michwenigstens das wissen."

Zu einem sehr gewagten und verzweifelten," erwiderteBrenda:um mit Cleveland eine Zusammenkunft zu haben."

Mit Cleveland!" sagte Mordannt.Sollte der Schänd-liche an's Land kommen, so soll er mit einem Regen von Kugelnbegrüßt werden. Laß mich nur hundert Schritte von ihm ent-fernt sein," fügte er hinzu, indem er nach seiner Flinte griff,und alles Leid, das er mir angethan hat, soll durch eineKugel von einer Unze ausgewogen werden."

Sein Tod würde Minna zum Wahnsinn bringen," sagteBrenda,und wer Minna zu nahe tritt, den kann Brendanie wieder ansehen."