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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
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und die Gefühle des Gewissens znübertänben suchen mag, so istes doch die Frage, ob dieß nicht in den Angen des Himmels ehereine anmaßende Vergrößerung, als eine Buße seiner Sünde» ist.

Als Cleveland erwachte, hatte sich die graue Tagesdämmerungbereits mit dem Zwielicht einer Orkney-Nacht vermählt. Er fandsich am Ufer eines schonen Wasserspiegels, welcher Licht bei demOrte, wo er ausgcruht, dur» zwei Landzungen, welche sich ein-ander von den entgegengesetzten Seiten des See's nähern, in zweigleiche Hälften gethcilt wird. Diese Landzungen sind zum Theildurch die Brücke von Broisgar verbunden, einen langen Damm,welcher Ocffnnnqen Kat, um der Ebbe und Flnth freien Raumzu lassen. Hinter ihm, und der Brücke gegenüber, befand sichder merkwürdige Halbkreis von großen aufrechtstchenden Stei-nen, der in Großbritannien, das unnachahmliche Denkmal vonStonehenge ausgenommen, seines Gleichen nicht hat. Dieseungeheuren Steinböcke, von denen jeder zwölf Fuß hoch ist,ja manche eine Höhe von vierzehn bis fünfzehn Fuß haben,standen um den Piraten in dem grauen Scheine der Dämme-rung, wie Nebelbilder vorsündflnthlicher Riesen, welche, mitden Gewändern der Todten bekleidet, in diesem bleichen Lichtedie Erde wieder besuchten, die sie durch ihre Bedrückungen ge-ängstigt und durch ihre Sünden befleckt, bis sie die Rache deslangmüthigen Himmels auf sich herabzvgen.

Cleveland wurde von diesem sonderbaren Denkmale weit we-niger angezogen, als von der entfernten Ansicht von Stromnetz,das er jetzt nur noch dunkel unterscheiden konnte. Er säumtekeinen Augenblick, mit Hülfe einer seiner Pistolen Feuer anzu-zünden, und etwas trockenes Farrnkraut war hinreichend, dasverabredete Zeichen zu geben. Dieß war am Bord der Schaluppesehr ängstlich erwartet worden, denn Goffe's Unfähigkeit fiel täg-lich mehr in die Augen, und selbst seine eifrigsten Anhänger kamen