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Durch einen starken Druck öffnete Norna eine Thür, dieunter reichem Schnihwcrk in der Wand verborgen mar, welcheden östlichen Seitengang von dem übrigen Theile der Kathedralescheidet, »nd ein dunkler, schmaler, sich schlängelnder Gangwurde sichtbar, welche» sie betrat, indem sie Cleveland zuflüsterte,ihr zu folgen, und ihm befahl, die Thüre sorgfältig zu verschließen.Er gehorchte, und folgte im Dunkel und schweigend, wobei erzuweilen Stnfen, deren Zahl sie ihm vorher immer genau angab,hinab-, zuweilen wieder hinaufsteigen mußte, und die sich oftganz kurz wendeten. Die Luft war weniger beklommen, als manhätte erwarten sollen, indem der Gang an verschiedenen Ortendurch unsichtbare und sehr künstlich angebrachte Luftlöcher, welchein das Freie führten, frische Luft erhielt. Endlich war die langeWanderung zu Ende. Norna schob eine Füllung bei Seite,welche sich hinter einem hölzernen oder, wie man es in Schott-land nennt, einem Buchsbaum-Bette befand, und ihnen den Zu-gang in ein altvaterisches, sehr schlecht ansschendes Zimmercröffnete, das ein vergittertes Fenster und ein Kreuzgewölbezur Decke hatte. Die Möbel waren in sehr schlechtem Zustande,und die einzigen Zierrathen des Gemaches, auf einer Seiteein an der Wand hängender Kranz von verschossenen Bändern,so wie man ihn zur Ausschmückung von Wallfischfängern braucht,und auf der andern iin Wappenschild, über dem sich eine Gra-fenkrone befand, und der mit den gewöhnlichen Sinnbildernder Sterblichkeit umgeben war.
Die Hacke und der Spaten, welche in einem Winkel lagen,so wie die Gegenwart eines alten Mannes, der in einem abge-schabten schwarzen Rocke, und mit einem heruntergeklapptenHute am Tische saß »nd las, deutete darauf hin, daß sie sichin der Wohnung des Kirchendieners oder Küsters, und diesemehrbaren Beamten selbst gegenüber befänden.