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3 (1851) Der Pirat
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und unter fo vielen heißen Umarmungen des Vaters gewährtwurde, als ob sein Kind so eben aus dem Rachen des Todeserrettet worden wäre. Aus Magnus' Armen warf sich Minnain die ihrer Schwester, um auch dieser, wiewohl mehr durchKüsse und Thränen, als durch Worte, zu erkennen zu geben, wieleid ihr voriges mürrisches Betragen ihr thue. Während dieserZeit hielt es der Udallar für passend, der Wirthin, deren Ge-schicklichkeit so große Wunder verrichtet hatte, seinen Dank zubezeigen; kaum hatte er aber mit den Worten angcfangcu:

Sehr verehrte Verwandte, ich bin nur ein einfacher alterNorweger," als sie ihn dadurch unterbrach, daß sie ihren Fin-ger auf ihre Lippen preßte.

Die Wesen sind um uns," sagte sie,die keine sterblicheStimme vernehmen, keine Zeugen sterblicher Gefühls sein dür-fen. Es gibt Zeiten, wo sie sich selbst gegen mich, ihre Gebie-terin, auflehncn, weil ich die Hülle der Menschlichkeit noch anmir trage. Fürchtet sie daher, und schweigt. Ich, die ich michdurch meine Werke aus dem niedern Thale des Lebens erhobenhabe, wo die gesellschaftlichen Bedürfnisse und die gewöhnlichenLiebesdienste desselben zu finden sind, ich, die ich den Geberder Gabe beraubte, die er verlieh, und jetzt allein auf einerKlippe von unermeßlicher Höhe stehe, von der ganzen Erde los-gerissen, ausgenommen von dem kleinen Thcile, welcher meinenelenden Tritt trägt, ich allein bin im Stande, es mit diesenfinsteren Genossen aufzunehmen. Fürchtet euch also nicht, aberseid auch nicht zu kühn, und begeht diesen Abend unter Fastenund Gebeten."

Wenn der Udallar schon vor dem Anfänge des Werkes nichtdazu geneigt gewesen war, den Befehlen der Sybille zuwider-zuhandeln, so kann man sich denken, daß er jetzt noch wenigerdagegen einzuwenden fände, da es allem Anscheine nach einenPirol. III. 2