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3 (1851) Der Pirat
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ihre angen-hmsten Stunden zugebracht hatte, und wenn sic sichin die Gesellschaft mischte, so schloß sie sich weder derselben an,noch gab sie auf das Acht, was vorging. Gewöhnlich war siein düsteres, sogar finsteres Nachdenken versunken, bis ihre Auf-merksamkeit plötzlich durch die zufällige Nennung der NamenCleveland oder Mordaunt Mertoun erregt wurde, bei denensie auffuhr, mit dem Schrecken, den Jemand verräth, der diebrennende Lunte an eine geladene Mine halten sicht, und jedenAugenblick erwartet, durch ihr Aufstiegen verschüttet zu werden.Und wenn sie bemerkte, daß man das Geheimniß noch nichtentdeckt habe, so war dieß so wenig ein Trost für sie, daß siebeinahe zu wünschen anfing, das Aergste möge schon offenbargeworden fein, damit sie nur nicht die fortdauernde Qual derUngewißheit erdulden müsse.

Ihr Betragen gegen ihre Schwester war so ungleich, abergewöhnlich so peinlich für die gutherzige Brenda, daß es allenBeobachtern als einer der hervorstechendstenZüge ihrer Krankheiterschien. Zuweilen fühlte sich Minna angetrieben, die Gesellschaftihrer Schwester zu suchen, wie das Bewußtsein, daß sie Beidegemeinschaftlich an einem Unglück litten, dessen ganzen Umfangnur sie zu fassen im Stande sei; dann aber ließ das Gefühl desUnrechts, welches Brenda durch Clevelands muthmaßliche Ver-anlassung erlitten, sie nicht länger in ihrer Nähe bleiben, undnoch weniger auf die Trvstsprüche hören, durch welche ihreSchwester, aus Unwissenheit über die Beschaffenheit ihrer Krank-heit, sie vergeblich zu beruhigen suchte. Sehr häufig ereignetees sich auch, daß Brenda, während sie ihre Schwester beschwur,sich zufrieden zu geben, unversehens eine Saite berührte, welchebis in das Innerste ihrer Seele widertönte, so daß Minna,unfähig, ihre Pein länger zu ertragen, aus dem Zimmer stürzte.Alle diese verschiedenen Gemüthsbewegungen ertrug Brenda mit