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wurde? — Er ist reich, oder scheint es wenigstens zu sein.Du sagst, er ist gebildet und angenehm; kann es einen bessernLiebhaber für Minna geben?"
„Du vergißt, Mordaunt, wer wir sind," sagte das Mädchen,indem es eine Miene der Bedeutsamkeit annahm, welche siebei ihrer Natürlichkeit eben so gut kleidete, als der Ton, indem sie jetzt sprach. — „Dieß Shetland ist eine kleine Welt,und steht vielleicht, wenigstens wie Fremde sagen, andernTheilen der Erde weit nach; allein es ist unsere eigene kleineWelt, und wir, die Töchter Magnus Troils, behaupten eineder ersten Stellen darin. Es würde, denk' ich, sich für unswenig schicken, wenn wir, die wir von Seekönigen und Jurlsabstammen, uns so wegwerfen wollten, mit einem Fremdenin Verbindung zu treten, der, wie die Eidergans im Frühling,an unsere Küste kommt, wir wissen nicht, woher, und sie viel-leicht im Herbst verläßt, um zu gehen, wir wissen nicht, wohin."
„Und der nichts desto weniger eine shetländische Goldforelleverleiten konnte, ihn auf seiner Wanderung zu begleiten."
„Ich will keinen Scherz über einen solchen Gegenstandhören," erwiderte Brenda unwillig. „Minna ist so gut dieTochter Magnus Troils, des Freundes der Fremden, als desVaters von Hialtland. Er gewährt diesen die Gastfreundschaft,deren sie bedürfen; aber selbst der Stolzeste von ihnen mages sich nicht in den Sinn kommen lassen, daß er sich nachseinem Belieben mit unserem Hause näher verbinden könnte."
Sie sagte dieß mit besonderer Wärme, milderte aber ihrenTon sogleich und setzte hinzu: „Nein, Mordaunt, glaube nicht,daß Minna Troil vergessen kann, was sie ihrem Vater unddem Blute ihres Vaters schuldig ist, um sich mit diesem Cleve-land zu vermählen; aber sie kann vielleicht seinen Worten solange Gehör geben, daß ihr ganzes künftiges Glück dabei