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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
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sagte Nonia zürnend, aber sogleich, und indem sie von demTone des Mißvergnügens zu dem einer ivchmüthigen Feier-lichkeit überging, setzte sic hinzu:Verachte es nicht, Mordaunt,aber huldige ihm auch nicht! Setze dich auf jenen grauen Stein!Du bist der Sohn meiner Wahl, und ich will, so viel ich esvermag, das oblegen? was mich von der großen Menge unter-scheidet, und zu dir wie eine Mutter zu ihrem Kinde reden."

Der bebende Ton des Kummers, welcher sich mit der Er-habenheit ihrer Sprache und ihrer Haltung mischte, war ganzdazu geeignet, Antheil und Aufmerksamkeit zu erregen. Mor-daunt setzte sich auf den Stein, auf welchen sie gedeutet hatte,ein Felsstück, welches mit mehrere» andern durch einen Winter-sturm von dem Felsabhange, an dessen Fuße es gekegen hatte,bis an den Rand des Wassers geschleudert worden war. Nornanahm, ungefähr drei Fuß von ihm entfernt, auf einem andernSteine Platz, legte ihren Mantel so zusammen, daß darunterfast nur ihre Stirn, ihre Augen und eine einzelne Locke ihresgrauen Haares zu sehen war, und fuhr dann in einem Tonefort, in welchem die eingebildete Wichtigkeit und Bedeutsam-keit, in welcher die Geistesverirrung sich so oft gefällt, mitdem tiefen Gefühle eines ungewöhnlichen und tief einge-wurzelten geistigen Kummers zu sein schienen.

Ich war," begann sic,nicht immer das, was ich jetzt bin.Ich war nicht immer die Weise, Mächtige, Gebietende, vorwelcher die Jüngeren scheu dastehen und die Alten ihre grauenHäupter entblößen. Es gab eine Zeit, wo mein Erscheinende» Frohsinn nicht verstummen machte, wo ich Theil an mensch-lichen Leidenschaften nahm, und meinen Antheil menschlicherFreude und menschlichen Kummers hatte. Es war eine Zeitder Hülslosigkeit, der Thorheit, des müssigen, thörichten Ge-lächters, eine Zeit der unnützen und unverständigen Thränen,