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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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ich die St. Enox-Kirche verschlingen wollte, bis es zwölf schlug.Da war's erlaubte Zeit, in mein Hauptbuch zu blicken und zu se-hen, wie die Sachen zwischen uns stehen; und da Zeit und Fluthauf Niemand warten, so mußte das Mädchen die Laterne anbren-nen, und ich ging herüber, um zu überlegen, was in Eurer Sachegethan werden kann. Stadtvoigt Jarvie hat zu jeder Stunde Ein-tritt ins Gefängniß, bei Tag und bei Nacht, und so könnt' es auchmein Vater, der Vorsteher zu seiner Zeit der redliche Mann!Ehre seinem Andenken!"

Obwohl der tiefe Seufzer, den Owen bei Erwähnung desHauptbuches ausstieß, mich fürchten ließ, daß auch hier die Rech-nung nicht vortheilhaft stehe, lind obwohl die Worte des würdigenBeamten viel Selbstgefälligkeit und einigen Stolz auf sein überle-genes Urtheil ausdrückten, so lag doch zugleich auch eine gewisseoffene und derbe Gutmüthigkeit darin, die mir wieder Hoffnungeinflößte. Er verlangte einige Schriften zu sehen, deren er er-wähnte, nahm sie hastig aus Owen's Hand, und indem er sichauf das Strohlager setzte, ließ er sich von dem Mädchen leuchten,während er unter Ausrufungen, Murmeln und Sprudeln, baldüber das matte Licht, bald über den Inhalt der Schriften, diesedurchsah.

Als mein Führer ihn so beschäftigt sah, schien er geneigt, sichohne Umstände fortzumachen. Er gab mir ein Zeichen, nichts zusagen und verrieth durch seine veränderte Stellung die Absicht, sichso unbemerkt wie möglich nach der Lhüre zu schleichen. Allein derwachsame Beamte, sehr verschieden von meinem alten Bekannten,Richter Jnglewood, entdeckte und verhinderte sogleich seinen Vor-satz und ries:Ich sag'Euch, seht nach der Thüre, Stanchell's!verschließt sic und haltet draußen Wache."

Des Fremden Stirn verfinsterte sich, und er schien einen Augen-blick darauf zu sinnen, sich gewaltsam zu entfernen; doch ehe er