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hcrzcrrcgenden und blendenden Beschreibungen des Krieges undder Tournicre waren unter seinen ersten Lieblingen, und aus de-nen von Brantome und de la Noue lernte er den wilden und lo-ckeren, doch abergläubischen Geist der Edlen der Ligue mit demstrengen, ernsten und zuweilen unruhigen Sinne der Hugonot-tischen Partei vergleichen. Das Spanische hatte ebenfalls zu seinemVorrath von ritterlicher und romantischer Kcnntniß beigetragen.Die frühere Literatur der nordischen Nationen entging dem Stu-dium dessen nicht, der mehr las, um die Einbildungskraft zu er-wecken, als um den Verstand zu bilden. Und dennoch konnte Ed-ward Waverlcy, obgleich er viel wußte, was nur Wenigen bekanntist, mit Recht als unwissend betrachtet werden, denn er wußtenur wenig von dem, was die Würde des Menschen erhöht und ihnbefähigt, eine höhere Stellung in der Gesellschaft einzunehmen undzu zieren.
Die gelegentliche Aufmerksamkeit seiner Aeltcrn hätte ihm al-lerdings den Dienst leisten können, die Verschwendung des Geisteszu verhindern, die mit einer so oberflächlichen Art des Lesens ver-bunden war. Aber seine Mutter starb im siebenten Jahre nachder Aussöhnung zwischen den Brüdern, und Richard Waverlcy selbst,welcher nach diesem Ereignisse anhaltender in London wohnte,war zu sehr mit seinen eigenen Plänen des Reichthumes und Ehr-geizes beschäftigt, um von Edward mehr zu bemerken, als daß ereine große Neigung zu Büchern habe, und wahrscheinlich dazu bc-Kimmt sei, ein Bischof zu werden. Hätte er seines Sohnes wacheTräume entdecken und zergliedern können, er würde einen ganzandern Schluß daraus gezogen haben.