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1 (1851) Waverley
Entstehung
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gewählt, eine» unbefleckten Rennen, der in seinem Klange wenigGutes oder Böses trägt, ausgenommen, was der Leser später da-mit in Verbindung bringen wird. Mein zweiter oder Supplement-titel aber war eine Sache von viel schwierigerer Wahl, da er, so kurzer auch ist, als eine Verpflichtung für den Autor betrachtet werdenkann, auf besondere Art seinen Schauplatz zu wählen, seine Cha-raktere zu entwerfen, seine Abenteuer hcrbeizuführcn. Hätte ichz. B. auf dem Titel gesagt: Wavcrlcy, eine Erzählung aus frühe-ren Tagen, müßte dann nicht ein jeder Novellenltscr ei» altesSchloß vermuthet haben, kaum geringer als das Udolfo's, vonwelchem der östliche Flügel schon lange unbewohnt war, und dessenSchlüssel entweder verloren gingen, oder der Sorge eines bejahrtenKastellans oder Haushofmeisters anvertraut wurden, dessen zit-ternde Schritte gegen die Mitte des zweiten Bandes den Helden oderdieHcldin zu dem verfallenen Bezirke geleiten sollen? Hättenicht aufmeinem Litelblatte schon die Eule gekrächzt und das Heimchen ge-zirpt? Und wäre cs mir bei einer geringen Aufmerksamkeit auf dasDecorum möglich gewesen, freundlichere Sccncn aufzustellen, alsdurch die Lustigkeit eines tölpischcn, aber treuen Dieners, und diegeschwätzige Erzählung von dem Kammermädchen der Heldin,wenn diese die Geschichten von Blut und Greuel wiederholt, die siein der Bedientcnstube gehört hat, herbcigcführt werden können?Hätte aber mein Titelblatt geheißen: Waverlcy, ein deutscher Ro-man, was für ein Kopf wäre dann so dumm gewesen, nicht sogleicheinen ausschweifenden Abt, einen tyrannischen Herzog, eine ge-heime und geheimnißvolle Verbrüderung von Rosenkreuzern undIlluminaten mit ihrem ganzen Gefolge von schwarzen Kutten,Höhlen, Dolchen, Elektrisirmaschinen, Fallthüren und Blendla-ternen zu vermuthen? Oder hätte ich es vorgezogcn, mein Werkeinesentimentale Geschichte" zu nennen, würde das nicht die hin-längliche Andeutung einer Heldin, mit einer üppigen Fülle von