Druckschrift 
2 (1859)
Entstehung
Seite
631
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Hoheit des Erzherzogs Maximilian ausreichend dotirt und demjederzeitigen Hoch- und Deutschmeister unmittelbar untergeordnet').So besteht dieses wohlthätige und segensreich wirkende Institut imOrden noch bis diesen Tag.

Die neueste Aufnahme in den Orden geschah am 1. September1857 durch die feierliche Ertheilung des Ritterschlags an den GrafenAnton Leopold von Auersperg durch den Hochmeister in Anwesenheitdes Coadjutors Erzherzog Wilhelm und sämmtlicher Ordensritter *).

So steht also der altehrwürdige Deutsche Orden, wenn wir esin wenigen Worten zusammenfassen, jetzt im Jahre 1858 vor unsin folgendem Bilde da:

An der Spitze als Oberhaupt der Hoch- und DeutschmeisterErzherzog Maximilian von Oesterreich-Este, ihm zur Seite als Coad-jutor der Erzherzog Wilhelm von Oesterreich; diesen untergeordnetzwei Landkomthure in den beiden Balleten Oesterreich und Tirol;erstere zählt jetzt noch sieben Komthure und zwei Ritter, letzterenoch vier Komthure und zwei Ordensritter. Den Ritterbrüdernschließen sich die Priester an, theils dem Meisterthum einverleibt,wo sie die dem Orden incorporirten Pfarren versehen und zu-gleich die unmittelbare Aufsicht und Leitung der Schwesterhäuser zubesorgen haben, theils gehören sie zur Ausführung gottesdienstlicherObliegenheiten den beiden Balleien Oesterreich und Tirol. DenSchluß bilden die wieder ins Leben gerufenen Ordens-Schwestern.

') Mitteilung aus Wien.

') Spenersche Zeitung 1857 Uro. 206.

Ueber die Ordens-Pfarren sagt Hormayr Geschichte Wiens II. 110:»Die Verhältnisse bei den Ordens-Pfarren sind dieselben, wie bei den Regular-Pfarren anderer Stifte und Klöster. Sie werden gewöhnlich mit Ordens-Prie-stern besetzt. In deren Ermangelung schlägt das Ordinariat dem LandkomthurPriester aus dem Säcularclerus vor, aus denen er einen nach Belieben wähltund als Pfarr-Verweser einsetzt, indem die psarrherrlichen Rechte selbst demhohen Orden zustehen.»