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1 (1857)
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506
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III.

Verhältnisse des Ordens zur hohen Geistlichkeit.

Da es nicht unbekannt sein kann, mit welchem feindseligen Wi-derstreben ein großer Theil der hohen Geistlichkeit lange Zeit dem t 1Orden gegenüber stand, indem schon anderwärts die langwierigen ' 'Kämpfe, welche er mit ihr zur Behauptung seiner Privilegien undFreiheiten zu bestehen hatte, weiter erörtert worden sind'), so dürfensie hier wohl füglich unberührt bleiben und nur des Ergebnisses ^ sdieser Kämpfe mag erwähnt werden, daß der Orden schon im Ver- i 'lauf des 13ten Jahrhunderts nicht blos in weltlichen, sondern auch ! -in kirchlichen Verhältnissen eine sehr freie Stellung und in manchen - seine völlige Unabhängigkeit der hohen Geistlichkeit gegenüber gewen- i!

nen hatte. U

Man würde jedoch irren, wollte man behaupten, daß während ^und in diesen Kämpfen die gesammte hohe Geistlichkeit dem Orden z-feindlich und widerstrebend gegenüber gestanden habe. Wie er die l!Häupter der Christenheit, Päpste und Kaiser, unter die erhabensten -seiner Gönner und Wohlthäter zählte, so sehen wir, deren vorleuch- ttendem Beispiele folgend immer auch eine große Zahl hoher Prä- zlaten und unter ihnen gerade schon vermöge ihrer Stellung in der ^Kirche Deutschlands die gewichtigsten und vielvermögendsten als ^ iFreunde und Beschützer für den Orden wirken. In ihrer Reihe jstehen obenan die drei Erzbischöfe von Mainz, Trier und Köln. ' !

Die Erzbischöfe von Mainz bewährten sich fast ohne Ausnahme istets als des Ordens Förderer und Gönner. Schon bei seiner früh- ;sten Anheimung in Deutschen Landen, im Jahre 1211, überträgt sihm der Erzbischof Siegfried II. das Patronat über die Kirche zuReichenbach nebst den dazu gehörigen Gütern und begründet somit ^die erste Komthurei in Hessens. Einige Jahre später bestätigterihm die Schenkung der Kirche zu Wiesbaden, desgleichen auch das iPatronat über die Kirche zu Ober-Mörlen in Hessen, mit der aus-drücklichen Bestimmung, daß dem Pfarrer stets ein geziemendes Ein- ^

') Vgl. Voigt Geschichte Preußens II. 102. 148, 111. 3. 142.') Urkunde bei Lennes 10.