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1 (1857)
Entstehung
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darin lebenden Personen von allen und jeden Zehnten oder andernHülfsleistungen und Verpflichtungen, wie sie nur irgend heißen moch- !ten'), für immer und ewig frei").

Hatte nun aber der Papst sowohl durch diese, als auch durchandere in die damaligen Verhältnisse Preußens eingreifende Begün-stigungen dem Orden so viele Beweise seines besondern Wohlwollensgegeben, so war es an der Zeit, von diesem auch die Erfüllung einerPflicht zu fordern, die selbst schon in seiner urältesten Bestimmungzur Verteidigung des Glaubens lag, die streitende Kirche aber inihrer schweren Bedrängniß im Deutschen Reich jetzt mehr als jebedurfte. Er säumte daher auch nicht, als Sigismund, der Röni. ^König, zum Kampfe gegen die Böhmische Ketzerei, die Hussiten, imJahre 1422 die Waffen ergriff, den Orden mit apostolischem Ernstan seine Pflicht zu mahnen, ihn auffordernd, den König zur Be-kämpfung der Glaubensfeinde und aller ihrer Anhänger und Be-schützer mit seiner ganzen Macht zu unterstützen und insbesondere >den Anordnungen seines nach Deutschland und Böhmen entsendetenLegaten, des Kardinal-Presbyters Brandt), zur Vertilgung derKetzerei in allen Dingen Folge zu leisten, „denn", fügte er hinzu,„wie wir stets euere Ruhe und eueren Frieden gewünscht und daraufmit aller Liebe und Zuneigung die eifrigsten Bemühungen verwandt,so müssen wir auch euere Tapferkeit und Macht, wenn es erforder-lich ist, zur Vertheidigung des katholischen Glaubens aufrufen, inBetracht, daß es eueres Ordens Stiftung gemäß euch obliegt, fürdie Erhaltung des katholischen Glaubens gegen die Ungläubigen zukämpfen''). Diese Aufforderung bald nachher wiederholend, erklärteer, daß, wofern etwa der Orden mit den Hussiten oder deren Be-schützern vielleicht Friede, Waffenstillstand oder irgend welche Ver-träge geschlossen und beeidigt habe, solche Eide ungültig seien undder Krieg sofort wieder begonnen werden solle, ohne die Besorgnis,daß der Orden sich dadurch des Meineids schuldig mache oder seineEhre verletze, weil gegen die Pflicht des Kampfes zur Erhaltung deskatholischen Glaubens Eide nicht binden könnten^).

') Iinpositionibns cteeiinarnin et enritativornin sudsläioruin vel »lioi'umquornmliliet c^nidnseun^ne N0ir>ini1>u8 nnnoupsntnr.

°) Bulle Martin V., dat. riorent. XVI. Oal. ünnil x. a. II.

2) Palacky Geschichte von Böhmen III. 2. S. 315.

Bulle Martin V., dat. Home läns Xxril. p. a. V.

-) Bulle Martin V., dat. Lome IV. 0nl. IVlaii x. n. V.