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1 (1857)
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So schleppte sich auch in dieser Ballei das Leben der Ordensbrüder vin den letzten Zeiten kümmerlich und ärmlich hin. ^

Wir wollen das traurige Bild der Ballei Koblenz hier Mweiter schildern. Bei der Verwirrung und Unordnung ihrer Per- kwaltung konnte es kein anderes sein, als wie es die übrigen Balleien ^in dieser Zeit darbieten. Wie bereits erwähnt, war diese Ballei sseit dem Jahre 1524 der Kammer des Hochmeisters entfremdet wer- fden durch Verpfändung an den Deutschmeister'). Vier Jahre zuvor rhatte der Hochmeister auch schon die beiden Balleien Elsaß und an ?der Etsch den Hauptleuten und Söldnerhaufen, die ihm sein Groß- ^komthur zu seinem Kriege nach Preußen znführen wollte, für ihm ^ fkünftigen Kriegssold als Pfand versprechen müssen, weil es ihm »ich!möglich war, für sie 60,000 Gulden in Frankfurt a. d. O. nieder- !zulegen 2). Jndeß nahm er nach zwei Jahren dieses Versprechen in fBetreff der Ballei an der Etsch wieder zurück, denn man wies ihmverschiedene Privilegien früherer Hochmeister vor, „kraft welcher sie ,vor andern gefreit sei, daß sie ewiglich in eines Hochmeisters Kum-mer unversetzt und stets unbekümmert sein und bleiben solle." Ererklärte demnach: In Rücksicht auf die stets bewiesene Treue und .Gehorsam wolle er den Landkomthur und die ganze Ballei an der ^Etsch für alle Zeiten in den Schutz und Schirm seiner fürstlichen fKammer gestellt haben und solle niemand sie jemals mit Verschrei- ibungen oder in anderer Weise bekümmern. i

VI. f

Die Kammer-Häuser des Deutschmeisters. f

Wie der Hochmeister seine Kammer--Balleien, so hatte der >Deutschmeister in den Balleien mehre Häuser, die, wie wir öftersfinden, „zu seiner Kammer gehörten." Wir nennen sie seine K» 'mer-Häuser. Als ein solches wird zuerst im Jahre 1371 das Or-denshaus Ramersdorf in der Ballei Alten-Biesen erwähnt.- Scho» fin frühern Zeiten reichlich beschenkt, ward es damals vom Deutsch-

') Vs I. 339.

") Voigt Geschichte Preuß. IX. 617.

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