Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
99
Einzelbild herunterladen
 

69

vermacht in seinem Testamente zum Heile seiner Seele dem Hanseeinen großen Theil seiner nahe liegenden Güter. Herzog Friedrich III.von Lothringen schenkt ihm zu Eigen ein ganzes Dorf mit seinergesanmiten Feldmark. Auch in dem Landesadel und im Bürger-stande findet das Haus seine Wohlthäter und Gönner freigebig mitmancherlei Schenkungen. Eines reichen Bürgermeisters Sohn zuTrier wendet ihm sein ganzes ländliches Besitzthum zu und dieBürgerschaft zu Trier tritt ihm gern zu seinem Bedarfe mehrmalsstädtische Grundstücke ab. Diesen Besitz vermehrte das Haus in denersten Jahrzehnten des 14ten Jahrhunderts auch noch durch mehr-fache neue Ankäufe und so galt diese Komthurei wenn auchnicht als eine besonders reiche, doch immer als eine ziemlich be-güterte ').

Am tiefsten im Süden dieser Ballei lag das Ordenshaus zuMetz. Auch über seine Gründung entgehen uns noch alle nähereNachrichten. Wir begegnen ihm zuerst bei Gelegenheit eines TauschVertrags, den im Jahre 1245 ein Messire Bertranz de Wolmerengesmit dem Äomthur zu Metz über verschiedene Zinsen zu Maimber-fontain (Meimerbürn oder Meinborn?) gegen Güter zu Wolmerenges abschloß ^). Wie die Päpste Junocenz IV. und Alexander IV.,so lockte auch der Bischof Dietrich von Birene (?) durch Ablaßbriefe zumilden Gaben für die von dem letzter» erbaute Ordenskirche desdortigen Hauses^). Obgleich indeß auch diesem Hause durch Schen-kung hie und da manches Besitzthum zufiel, der Sohn des RittersAlbert von Morsberg ihm seine Güter in fünf Dörfern zuwies, derEdelknecht Ferris von Guerlaugeö ihm zu seinem Seelenheile seinganzes väterliches Erbe überließ und diesen Beispielen während derJahre 1275 und 1280 auch noch manche andere folgten H, so scheint

') Nach Urkunden im Arch. zu Koblenz. Auch im Kirchdorfe Rachite (jetztRachtig) besaß das Haus zu Trier Lchengntcr (Urk. von 125-1). Im I. 1875finden wir einen jiastor xiaroebialls Hoelesio in Raeliite traten «rdiriis b. Itf.7b. I'reviris.

') Es ist das älteste Doenment über die Komthurei zu Metz im Arch. z»Koblenz. Es beginnt mit de» Worten: (könne olioso sott n tor. Ire messlreLertranL de IVoImerenAos nt tait esoliüige as trsres de loszrital des alemmisde lies?.. Es erwähnt schon eines Oomandor de In maison de Llesr und einesdortigen Convents. lieber den Ort IVolmereuxes sind wir nicht im Klaren.Wir finden auch den Namen IVarmeranxos.

') Ablaßbriefe im Arch. zu Koblenz.

') Die Orig.-Urknndcn ebendaselbst.