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Gütern'). So erhielt sich der Wohlstand des Hauses bis zumJahre 1322, wo theils schwere Ungewitter mit schrecklichem Hagel-schaden seine Besitzungen so furchtbar verwüsteten, theils eine allge-meine Pestseuche so außerordentliche Verluste an Menschen zur Folgehatte, daß der Komthur mit seinem nur noch aus acht Ordensbrü-dern bestehenden Convent sich aus Noth gezwungen sah, einen Theilseines Hansbesitzes für eine gewisse Summe dem Landkomthur zuüberlassen, der ihn der Ordenskapelle zu Aachen zur Nutznießungzuwies").
Der bisher nur geringe Besitz des Ordens bei Aachen warschon einige Jahre zuvor durch eine Schenkung vergrößert worden.Wie es scheint, hatte er bisher in der Stadt nur das Hospital nebsteinem Wohnhaus für einige Ordensbrüder besessen, ohne daß bisjetzt dort eine besondere Komthurei bestand. Im Jahre 1320 kaufteaber Goswin von Gerichte, der Sohn des Ritters Konrad von Ke-vernburg, die dortige Kapelle S. Aegidii in der Pontstraße nebsteinem anstoßenden Hofe und schenkte Beides dem damaligen Land-komthure, namentlich dem Hause Biesen in Aachen, welches nunNeu-Biesen genannt wurde°).
Späterhin kam auch der Ordenshof Diedern zu dieser Ballei.Schon im Jahre 1269 hatte ihn die Ballei Koblenz, zu der er da-mals gehörte, an den Grafen Otto von Geldern unter der Bedin-gung verkauft, den Kaufpreis innerhalb zehn Jahren abzuführen.Der ausgestellte Kaufbrief aber ist vermuthlich wegen des bald er-folgten Todes des Grafen nicht zur Vollziehung gekommen. DieBallei Koblenz besaß den Hof noch bis zum Jahre 1420, wo sieihn an Zahlungsstatt an die Ballei Alten-Biesen abtrat ^).
Außer der Komthurei zu Mastricht, dem Sitz des Landkom-thurs, gehörten zu dieser Ballei auch die Komthureien Bernsheim,zu Gemmert und Beckenfurt (Beekevort), beide im HerzogthnmBrabants, desgleichen die zu Gruhtrode (Gruitreud) bei Mast-
') Die Urk. darüber in Ledebur Mgem. Archiv XV. H. 3. S. 228.229.I Ledebur Neues Archiv I. 243.
I Ledebur Neues Archiv a. a. O. Es heißt: Die Schenkung geschehesxeoialitsr äourui äs äuusis. In keiner Urkunde ist bis auf die oben genannteZeit von einem Komthur, sondern nur von der Ordenskapelle S. Gilles dieRede.
') Uaoomblst II. 348.
h Dieser Komthureien erwähnt auch der Visitationsbericht vom I. 1451.