(jetzt Ootmarsum) zur Ballei Utrecht, bis sie später der Ballei West-phalen zugeeignet wurde. Ueber die Gründungszeit') uud die Schicksale dieser Komthureieu entgehen uns zur Zeit noch alle sicherenNachrichten. Wenn wir indes; hören, daß die Vallei Utrecht schonim 13ten Jahrhundert für eine der bedeutenderen galt , so läßtsich wohl annehinen, daß die meisten der genannten Komthureienschon in dieser Zeit bestanden haben mögen. Wir wissen wenigstens,daß bereits in der ersten Hälfte des 14ten Jahrhunderts die Balleizwölf und späterhin fünfzehn Komthureien umfaßtes.
IX.
Die Ballei Alten-Biesen.
Auf der Höhe bei Aachen lag einst die alte Feste Berensteiu.Kaiser Friedrich I. hatte sie oft bewohnt. Gegen Ende des 12tenJahrhunderts erhielt sie Herzog Walram von Limburg vom KaiserOtto IV. zum Geschenk. Kaum aber ein Jahr von diesem besessen,ward sie im Jahre 1198 vom Erzbischof Adolf von Köln, einemGrasen von Altena, zerstört und nun kam das dazu gehörige Landals Reichslehen in den Besitz des gräflichen Hauses von Jülich.Graf Wilhelm von Jülich schenkte im Jahre 1219 zu seinem undseiner Vorfahren Seelenheile sowohl dieses Reichslehen als auch dieKirchen zu Nideggen und zu Siersdorf dem Deutschen Orden mitallem dazu gehörigen Kirchengut Z. Im Jahre darauf verlieh derErzbischof Engelbert von Köln den Ordensbrüdern aus Liebe undGunst in beiden Kirchen den sogenannten Personal, d. h. das Recht,sie nach ihrer freien Wahl mit Geistlichen zu versorgen, doch mitder Bedingung, daß sie gegen den Erzbischof, den Archidiaconns undDechant des Orts zu denselben Leistungen, Anrechten und Dkm
') Thiel und Bunne sollen unter dem zweiten Landkomthur, nach 1266 undOtmarsen erst zwischen 1288—1312 erbaut sein. Llnttlinei ^.iml. I. o.
') Iinlioll bsotitm pi'NLLimin III. 18. 9.
ss Nirrroi Oporo. äiploin. II. 989, III. 597. Bnsching Nene Erdbeschreib. III. B. 2. Manche geben auch »nr 19 Kointhnrcien an.
Ritz Urkunden nnd Abhandl. znr Geschichte dea Niederrheind I. Abth I.98. 99. Ilonnvo 44. Urk. im Ord.-Arch. zn Wien.