Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
56
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heim als Ordensbruder die Weihe erhielt, trat auf seine Bitte derEdelherr Konrad von Wiltberg seine Lehengüter in Groß-Wenkheimbei Neustadt an den Orden ab; sie kamen dann als Eigen an dasOrdenshauö zu Münnerstadt'). Einige Jahre später verkauft ihmdie Gräfin Adelheid, Wittwe des Grafen Hermann von Henneberg,mit ihrem Sohne Hermann das Dorf Ettingshausen bei Euerdorfund beide stiften sich darauf in dem Hanse mit dem Kaufpreis einensogenannten Jahrestags. Einen bedeutenden Zuwachs seines Be-sitzes erhielt es im Jahre 1298 durch den Landkomthur Hermannvon Lesche, der ihm alle Güter und Besitzungen der Ordensbrüderzu Schweinfnrt in der Stadt Königshofen und im Grabfeld zuwies,vielleicht um den Convent im dortigen Hanse noch zu vergrößern^).Vielfältig begünstigt ward es auch von dem nahe gelegenen gräflichenHause zu Henneberg; so schenkten ihm im Jahre 1318 die erwähnteGräfin Adelheid und ihr Sohn Graf Heinrich mehre Güter alsSeelgeräth und später wies ihm auch der Kaplan Johannes vonMeiningen einige Weinberge zu'').

Südwärts von Ansbach, an der Straße von Dinkelsbühl nachNürnberg zu, breitete sich die Komthurei zu Eschenbach aus,wo ein uraltes Rittergeschlecht auf der nahen Burg saß, welches den-selben Namen trug. Aoch nicht dieses, sondern die Grafen vonWertheim werden als Stifter des dortigen Ordenshauses genannt.Graf Poppo von Wertheim hatte zuerst dem Orden das Patronatüber die Pfarrkirche nebst der Vogtei übertragen und dann auch dasbald darauf erbaute Ordenshaus mit einem gewissen Güterbesitz be-gabt °). Während der Jahre 1271—1275 schenkt ihm zuerst Hein-rich von Susenhofen zu seinem Seelenheil seine Güter in Anwelin

im I. 1251 wird einer Schenkung der Grafen Hermann und Heinrich vonHenneberg erwähnt. 1,-riiA IV. 752.

') 1-a.ng IV. 365. 383. Es entstand bald zwischen dein Convent zu Mün-nerstadt und Reinhard von Brenden Streit über die Güter, den Graf Hermannvon Henneberg beilegte. I-ang IV. 433.

st I-an§ IV. 545. lieber andere Ankäufe IV. 770. 772.tz I-aux IV. 677. lieber den eigentlichen Zweck dieser Güterübertragunghören wir nichts Bestimmtes.

st I,an§ V. 355. VIII. 266.

st Orig.-Urk. ohne Dat. im R.-Archiv zu München. Vrexbvrx VI. 243.wo in einer llrk. die Vorfahren des Grafen Rudolf von Wertheim als Stifterdes Hauses zu Eschenbach erwähnt werden.