Dinge für unbedingt nothwendig erachtete, denn wie es damals da-stand, war es, wie er selbst sagt, „den Nachbarn zum Aergernißund zur Schmach geworden"'). Es geschah wohl ohne Zweifel inFolge einer Berathnng mit dem damaligen Hochmeister Karl vonTrier, der sich im Jahre l323 einige Zeit in seiner Nähe anfhielt,daß er das Kloster mit dessen gesammtem Grundbesitz und allen sei-nen Zugehörungen dem Ordenshause zu Marburg zur Einrichtungeiner besondern Komthurei überwies. Der anwesende Hochmeister,sowie der Komthur und der Convent zu Marburg verpflichteten sich,daß alle Bestimmungen des Erzbischofs stets gewissenhaft beobachtetund namentlich der Gottesdienst nach Ordnung und Vorschrift desOrdens aufs pünktlichste abgehalten werden solle ^). Der Erzbischofsetzte zugleich eine gewisse Summe aus, damit jährlich im Hause zuMarburg das Anniversarium oder das Andenken seines verstorbenenBruders Kaiser Heinrichs VII. und dessen Gemahlin Margarethe,seines Vaters des Grafen Heinrichs II. von Luxemburg und seinerMutter Beatrix, seiner Vorfahren der Grafen von Luxemburg undseiner Vorgänger der Erzbischöfe von Trier mit feierlichem Gottes-dienst begangen werden möge ^).
Bereits stand um diese Zeit in Marburg durch des HochmeistersFürsorge ein neues schönes Ordenshaus, ein würdiger Sitz desLandkomthurs. Karl von Trier hatte den Aufbau schon im Jahre1314 mit ganz besonderem Eifer gefördert und die Art, wie er seineVollendung mit allen Kräften zu beschleunigen suchte, ist ein Beweisvon der ganz besonderen Theilnahme und Zuneigung, die er ausinnigster Pietät gegen die heil. Elisabeth dieser Ballei znwaudte^).
st Man mnß die Schilderung von dem verwahrlosten Zustand des Klostersin der betreffenden Urkunde lesen; es sei, heißt es, datum in scaudalum ot op-prodrium vioiuorum. Wenck III. 206.
st Es sollten stets zwölf Ordensbrüder, darunter wenigstens sechs Priester-brüder unterhalten, der neugewählte Propst dem Erzbischof zur Bestätigung je-desmal präsentirt werden. Dieses Verhältnis; wurde 1325 etwas verändert.Wenck III. 270.
st Die Urk. des Erzbischofs bei Om den. IV. 1035 und Entdeckt. Ungrund»r. 6X6II., auch im Histor. diplom. Unterricht m-. 66 (unvollständig); vergl.vr. 230.
st Ondeu. IV. 1017. Der Hochmeister fordert von Marienburg ans denKomthur und die Ordensbeamten in Marburg ans, das zu Ehren der heiligenElisabeth angefangene Gebäude aufs kräftigste zu fördern und zwar: slns ocm-