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1 (1857)
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ner von Boland verzichtet auch auf seinen Antheil, den er an diesenGütern hat*).

In solcher Weise auch in dieser Ballei im Besitz einer beträcht-lichen Güterzahl konnte der Orden, neben manchen Geschenken, dieihm von Zeit zu Zeit immer noch zuslossen, auch einen Theil seinesEinkommens auf neue Ankäufe verwenden. Schon im Jahre 1236kauft er vom Propst zu Geismar mehre Güter zu Huleshofen °).Späterhin erwirbt das Haus zu Marburg zuerst ansehnliche Be-sitzungen bei Beltershausen und vermehrt sie alsdann noch durch denErwerb mehrer dortiger Lehengüter mit des Grafen Reinbold vonKönigsberg als Lehnsherrn Genehmigung'). Vom Ritter Friedrichvon Langenstein erhielt es durch Kauf dessen Güter in Laugensteinund sein Besitzthum in Kadrenbiegen *). So benutzte es jede günstigeGelegenheit, seinen Güterbereich in einer nicht geringen Zahl naheliegender Dörfer immer noch zu erweitern, bald durch einzelne Güterund Höfe, bald durch Mühlen, Waldungen oder angekaufte Zehn-ten'). Selbst der Landgraf Heinrich I. überließ ihm gegen eineangemessene Kaufsumme seinen Hof zu Welchen'). Auch wenn ein.Leibeigener zu kaufen war, wurde das Anerbieten nicht verschmäht^).So war auch das Haus zu Griffstädt damals schon im Stande,von Zeit zu Zeit einen Ueberschuß seines Einkommens auf dieseWeise zur Vermehrung seines Besitzes zu verwenden und ihm botendazu die Thüringer Grafen Friedrich der Aeltere und der Jüngerevon Beichlingen auch mehrfache Gelegenheit dar, besonders im Jahre1277').

Auch im Verlauf des 14ten Jahrhunderts kam der Ballei nochmanche ansehnliche Bereicherung zu'). Die Acbtissin Ludgard vomKloster Wetter giebt den Ordensbrüdern in Marburg in Erwägungder zwischen diesen und ihrem Kloster-Convent obwaltenden Freund-schaft, vornehmlich auch aus Ehrfurcht gegen die heilige Elisabeth,

') ducken. IV. IIsnnss 149.

') Urk. im Ord.-Archiv zu Sachsenhausen (jetzt in Wien).

') Entdeckter Ungrnnd nr. dXXIII.

') Ebendas, nr. LXX. dX X V. 1XXVI.

') Histor. diplomat. Unterricht 23 und die dortigen Urkunden.

') Histor. und Nechtsbegr. Nachricht, Urk. ur. 40.

') ducken. IV. 953.

') ducken. IV. 931. 937. 946. 995.

°) ducken. III. 1187. Histor. und Nechtsbegr. Nachr. nr. 44.