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1 (1857)
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von inniger Frömmigkeit und aus Liebe zu ihm, mit Zustimmungseiner Brüder Heinrich und Konrad auf alle seine Berechtigungenan den in seinem Landesgebiete gelegenen Besitzungen des Ordensfür jetzt und alle Zukunst und sprach die Ordensbrüder und derenLeute von allen Zöllen und Abgaben für alle Zeiten frei').

Von deman ward das Bereich dieser Ballei schon in den erstenJahrzehnten des 13ten Jahrhunderts immer mehr erweitert. Zu-nächst bot dazu des edlen Meisters Hermanns von Salza hoherGönner, Kaiser Friedrich, bereitwillig die Hand; er überträgt undschenkt dem Orden im Jahre 1214 das der Ballei Thüringen zu-gewiesene Armen-Hospital in der Reichsstadt Altenburg, dergestalt,daß nach wie vor Arme und Kranke in demselben ausgenommen undverpflegt, die von den Einkünften verbleibenden Ueberschüsse aber fürdie Ordensbrüder im heiligen Lande verwendet werden sollten; erbestätigt zugleich demselben Hause auch alle Besitzungen, welche ihmReichsministeriale oder sonstwelche Reichsgetreue von ihrem Eigen-thum zu ihrem Seelenheil zuwendeten"). Die Verwaltung der Gü-ter des Hauses führte nunmehr ein Komthur und es entstand somitdie Komthurei zu Altenburg. Um des Hauses Einkünfte zuseinen mildthätigen Zwecken zu vermehren, ertheilte ihm späterhinder Kaiser wegen seiner verdienstvollen Mildthätigkeit auch die Er-laubnis, zu seinem Eigenthum noch für 300 Mark Silber Besitzun-gen und Güter zu kaufen, welche frei von Steuern und Dienstennur zum Unterhalt der Ordensbrüder und zur Pflege der Armendaselbst dienen sollten ^).

Zu den beiden nun schon bestehenden Ordenshäusern kam nachVerlauf mehrer Jahre ein drittes hinzu. Vom Marienstift zuMainz erwirbt der Orden im Jahre 1222 für hundert Mark Sil-ber ein ansehnliches Gut im Dorfe Nägelstädt, unfern von Tenn-städt und Langensalza. Der Kaiser bestätigt auch diesen Kauf, fe-

st Lullen. Ooll. äixlomat. IV. 867. Histor. diplomat. Unterricht NI'. 13.Lennes 73.

st Luillarll-IZrllbollos Historie, llixlomat. Lrillerioi II. 1. I. ?- I,299. Lötiiner lieAsstelinxeriil.76. Mittheilungen derGeschlchts-- und Alter-thumforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg. II. H. 2. S-165.

st Löliiner II. I. I. 181. Heber den erweiterten Güterbesitz und die er-theilten Freiheiten des Hauses zu Altenburg, vgl. die Urkunde vom Jahre 1216in den erwähnten Mittheilungen II. H. 2. S. 166.