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1 (1827) Die Zeit des Heidenthums
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245
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Die Kindheit des h. Adalberts. 245

Schwester des Herzogs Boleslav des Zweiten und Weuces-lavs von Böhmen ^). An Reichthum und hohem Ansehenunter den Edlen Böhmens, wie an allgemeiner Achtungunter dem Volke kamen dem Grafen wenige unter Böh-mens Großen gleich und an weiblicher Tugend, an Fröm-migkeit der Gesinnung und an Reinheit des Wandels undder Sitte konnte die Mutter kaum übertroffen werden;schon ihr Name deutet auf ihres Lebens Reinheit hin °).

Von diesen Aeltern im Kreise seiner andern Brüdersorgsam gepflegt, wuchs der Knabe zum Jüngling heranund seine ausgezeichnete körperliche Schönheit ließ sie dieHoffnung fassen, daß er einst sein Glück in der Gunst fürst-licher Höfe finden werde. Seine Erziehung zielte daher inallem auf weltliche Bildung für höhere Kreise hin ^). Al-lein das Schicksal wollte es anders. Da eine schwere, häß-liche Krankheit des Jünglings blühende Gesundheit gänz-lich zerrüttete und der Tod ihm drohete, so widmeten dieschwerbekümmcrten Aeltern in der Angst der Todesgefahrvor dem Altäre der heiligen Jungfrau den wiedergenesen-den Sohn dem Dienste Gottes und der Kirche. Und da

1) Autor tllirnil. iVIagrlcliurg. in Mr/Le»«« 8cr!pU. '4, II. p.

275. j>. 21. Die I-egoiilla elo s. Aclaib. §>. 90 sagt: bcalus

5,I:>Ibertus rx noliili rt prmiuria cluoaii or cllristiaiia stirpo prnge-uitus und von den Aeltern: I>i parentcs guoiunlliliollllin illiislrus ge-liere, sie eelebres iioiniuilttis elariicriml.

2) <?»§/»«><> /-bv/e/ras. vita s. Adoüioili in /'7-e/le/ / Lcichilt. rer.

ünlieni. p. 74. Der Vater wird jedoch des unerlaubten Umgangesmit mehren Frauen beschuldigt; s. vil» s. Acloll>orc. Vom Na-

men der Mutter sagt dis /Zettel« cle s. Aclall,.: noruoir 8trxo/.)slaxva^>rae se Irrt taniae Iloucstatisgur custoüianr. Uebcr die bedeutendenBesitzungen, welche Adalberts Vater hatte, spricht Kam»

p. 333.

3) <Io s. Aciolii. p. 90. <7,-sv/rr» I. c., wo

die Worte: inter ruaglianimos jilvouos, ^uos ^rorrruverilllt, ualusrst iüis ^lirr »poriosiur cuiirtis zu erkennen geben, daß Woycech nochmehre ältere Brüder hatte. Kam» 391 nennt noch fünf

Brüder Adalberts, nämlich 8ollebor, 8p!tim!r, Ookrairlau, p»roiund Lasluii; vgl. p- 400.